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APA-Artikel 27. Februar 2015

Späte Mütter - Eizellenspende in Österreich seit Dienstag erlaubt

Nach einer Eizellenspende im Ausland hat eine 60-Jährige am Mittwoch in Wels Zwillinge zur Welt gebracht. Seit Dienstag sind Eizellenspenden auch in Österreich erlaubt, nachdem im Jänner eine Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz beschlossen wurde. Hier sieht das Gesetz jedoch eine Altersgrenze von 45 Jahren für die Empfängerin vor.

Zudem dürfen Eizellen dritter Personen nur dann verwendet werden, wenn die Frau nicht fortpflanzungsfähig ist. Eizellenspenden sind Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren gestattet. In Österreich würden Ärzte Verwaltungsübertretungen begehen, wenn sie die Altersbeschränkungen nicht einhalten. Frauen, die die Altersgrenzen nicht einhalten, machen sich nicht strafbar.

Über die Spender - sowohl von Eizellen als auch von Samen - müssen in Österreich Aufzeichnungen geführt werden. Gezeugten Kindern ist auf deren Verlangen nach Vollendung des 14. Lebensjahres Auskunft darüber zu erteilten.

Verboten ist die Vermittlung und Kommerzialisierung von Samen- und Eizellenspenden. Die Spenden dritter Personen dürfen in höchstens drei Ehen, eingetragenen Partnerschaften oder Lebensgemeinschaften verwendet werden. Zahlen, wie viele Eizellen bisher gespendet wurden, gab es vier Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht.

apa.at

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