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APA-Artikel 26. Februar 2015

Christian Ragger: Jetzt "wackelt" auch noch das Notarztsystem

"Bereits 2012 hat die Landesregierung eine von mir eingebrachte Resolution beschlossen, dass es Ärzten erlaubt ist, ihre für die Gesellschaft so segensreiche Tätigkeit als Notmediziner (NEF, Rettungshubschrauber) auch freiberuflich und ohne Zwangsanstellung ausüben zu dürfen. Seither ist nichts passiert. Gesundheitsreferentin LhStv Dr. Beate Prettner bringt auch in diesem Bereich nichts weiter", kritisiert der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.

Neben den Versorgungsproblemen in den Krankenhäusern aufgrund der reduzierten Arbeitszeiten der Spitalsärzte, "wackle" jetzt auch das bewährte Notarztsystem. Und das nur wegen der ausufernden Bürokratie. Die Kärntner Gebietskrankenkasse will freiberuflich tätige Notärzte verbieten. Nur bei Krankenhäusern oder beim Roten Kreus angestellte Mediziner sollten Einsätze mit den Noteinsatzfahrzeug und dem Rettungshubschrauber durchführen. "Wenn man es freiberuflich tätigen Ärzten nicht mehr erlaubt, dass Menschenleben zu retten, bricht aber das Notarztsystem zusammen. Die die ohnehin unterbesetzten und überlasteten Abteilungen in den Spitälern könnten mit ihren Ärzten diese Aufgabe niemals allein bewältigen. Allein, dass Prettner glaubt, dass dies mit einer paar Überstunden von Ärzten möglich wäre, zeigt, dass sie völlig überfordert ist", kritisiert Ragger.

Kärnten könne es sich jedenfalls nicht leisten, auf die Kompetenz von freiberuflich tätigen Notärzten, die bisher das System tragen, zu verzichten. Sie lassen sich nicht in ein Angestelltendasein zwingen, sondern sie hören auf. "Spätestens dann, wenn ein Patient zu Schaden kommt, weil kein Notarzt wegen dieser bürokratischen Auswüchse zur Verfügung steht, würde es einen Aufschrei geben, so Ragger. "Lassen wir es nicht soweit kommen, sondern lassen wir das Notarztsystem so wie es ist, denn es ist gut", fordert Ragger abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2191/aom

apa.at

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