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APA-Artikel 26. Februar 2015

Stronach/Franz: Überregulierung und kaputte Strukturen gefährden unsere Patienten

"In Österreich bricht sukzessive das medizinische Versorgungschaos aus", stellt Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz besorgt fest. "Es gibt zu wenige Notärzte für Akut-Fälle, die OP-Wartezeiten verlängern sich und in absehbarer Zeit wird es zu Ambulanz-Schließungen kommen. Die niedergelassenen Ärzte wissen noch gar nicht, wie sie den bald zu erwartenden Ansturm der Patienten bewältigen sollen", so Franz. Zu verdanken ist dieses Chaos einerseits der seit 10 Jahren bekannten EU-Vorschrift, im Zuge derer im Jänner 2015 neue Ärzte-Dienstzeit-Regelungen eingeführt wurden. Das Team Stronach fordert deshalb u.a. die Übernahme aller öffentlichen Spitäler durch den Bund.

Schuld an der "Medizin-Misere" sei zu einem Großteil auch "das anachronistische österreichische System und seine sturen Bewahrer." Bei den Bürgern und Patienten mache sich die Sorge breit, wie es weitergehen werde, berichtet der Abgeordnete und Mediziner Franz. Zu Recht, denn "die Gesundheitspolitiker haben die Missstände auf Kosten der Patienten und Ärzte konserviert und sich mit Phrasen und Beschwichtigungen über die Nöte geschwindelt. Die Stillstands-Verwalter von Rot und Schwarz tun ihr Bestes, um nichts tun zu müssen - zum Schaden der Bürger", mahnt Franz.

Das Team Stronach fordert bereits seit der letzten Nationalratswahl eine einheitliche Österreichisches Gesundheitsversicherung (die ÖGV), die Zusammenlegung der 22 Kassen zu drei Trägern für Beamte, Angestellte und Selbstständige und nicht zuletzt die Übernahme aller öffentlichen Spitäler durch den Bund. "Nur durch professionelle nationale und bundesweite Maßnahmen und durch die Abschaffung der unseligen föderalistischen Schrebergarten-Mentalität kann die medizinische Versorgung auch in Zukunft in gewohnt hoher und verlässlicher Qualität gewährleistet werden", betont Franz.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/15673/aom

apa.at

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