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APA-Artikel 25. Februar 2015

Paraplegiker-Zentrum in Nottwil schafft Platz für mehr Patienten

Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil investiert 150 Millionen Franken in die Modernisierung und in Neubauten. Die Klinik will so mit der modernen Medizin Schritt halten und die Bettenzahl von 145 auf 174 erhöhen. Die vierjährigen Bauarbeiten beginnen im Mai 2015.

Neben der Erneuerung der bestehenden Klinikräume soll bis 2019 ein Anbau für zwei Bettenstationen und medizinische Einrichtungen realisiert werden, wie das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) am Mittwoch mitteilte.

Weiter geplant ist der Bau einer wettergeschützten Passarelle zwischen dem Forschungsinstitut Guido A. Zäch und dem bestehenden Seminarhotel. Bis April 2017 soll zudem eine Tiefgarage entstehen.

Das SPZ will mit dem Um- und Ausbau mit der rasanten Entwicklung im medizinischen Umfeld Schritt halten können, wie es in der Mitteilung heisst. Patienten und die Komplexität ihrer Verletzungen und Krankheiten hätten sich verändert, was neue Anforderungen an das Personal und die Infrastruktur stelle.

Mit einer Bettenauslastung von nahezu 100 Prozent sei das SPZ immer wieder mit Kapazitätsengpässen konfrontiert gewesen. Mit dem Ausbau soll die Bettenzahl von 145 auf 174 im Jahr 2019 steigen. Bei Bedarf sollen die Verantwortlichen die Kapazität gar auf 192 Betten erhöhen können.

Die Kosten für die Erweiterungsbauten werden auf 75,5 Millionen Franken veranschlagt, die Erneuerung soll 74,8 Millionen kosten. 40 Prozent der Kosten will das SPZ mit angesparten Mitteln finanzieren. Rund 90 Millionen Franken muss die Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Form von Fremdmitteln aufnehmen.

Realisiert wird das Bauprojekt vom Zürcher Architekten Serge Fayet. Er plante bereits frühere Umbauten am Paraplegiker-Zentrum in Nottwil und war an Spitalprojekten im Grossraum Zürich, St. Gallen und Einsiedeln SZ beteiligt.

Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil wurde 1990 von Arzt Guido A. Zäch eröffnet. Die private Klinik ist auf die Behandlung und Betreuung von Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen und von Querschnittgelähmten spezialisiert.

Die Klinik auf einem rund 75'000 Quadratmeter grossen Areal am Sempachersee wurde seit der Eröffnung mehrmals erweitert, so 1998 und 2002. Im Jahr 2005 wurde in unmittelbarer Nähe zusätzlich ein Forschungsinstitut eröffnet. Heute beschäftigt das SPZ über 1"100 Mitarbeitende.

Trägerin des Zentrums ist die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Sie nahm zusammen mit ihrer Gönner-Vereinigung 2013 durch Fundraising 75,9 Millionen Franken ein.

apa.at

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