zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 23. Februar 2015

Spitalsärzte - Rezar will Verhandlungsergebnisse veröffentlichen

Im Burgenland geht der Schlagabtausch zwischen Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) und der Ärztekammer zum Thema neues Ärztearbeitszeitgesetz weiter. Rezar teilte am Sonntag mit, dass die Verhandlungsergebnisse mit den Ärzten veröffentlicht werden. Die Ärztekammer hatte kritisiert, dass Ärzte-Gehälter offen gelegt wurden. Am Donnerstag soll es Betriebsversammlungen in den fünf Spitälern geben.

Laut Rezar würden manche Ärztevertreter nun versuchen, "die Gunst der Vorwahlzeit zu nutzen und glauben, die Politik mit völlig überzogenen Forderungen und gezielten Falschinformationen der Bevölkerung erpressen zu können", heiß es in der Pressemitteilung. "Ich bin nicht erpressbar! Die Ärzte werden aus Steuergeldern bezahlt. Es ist daher das Recht der Bevölkerung zu wissen, wie viel die Ärzte tatsächlich verdienen", so der Landesrat.

Die Offenlegung der Gehälter rechtfertigte er außerdem damit, dass auch sein Gehalt als Politiker für jeden einsehbar sei. "In Zukunft wird jede Burgenländerin und jeder Burgenländer wissen, wie viel der Arzt verdient, bei dem sie sich behandeln lassen, und wie viele Stunden er dafür arbeitet." Ärztekammer-Präsident Michael Lang hielt die präsentierten Zahlen bereits am Freitag für "nicht nachvollziehbar und zu hoch gegriffen". Damit wolle man offenbar "die Neiddebatte schüren".

Die Verhandlungen mit den Ärztevertretern sollen wie geplant diese Woche mit Gesprächen über das neue Arbeitszeitmodell fortgeführt werden. Rezar will nach wie vor, zuerst klären, wie viel und was genau jemand arbeitet und erst danach darüber sprechen, wie viel er dafür bekomme.

"Wir werden mit dem neuen Arbeitszeitmodell die Versorgung der Bevölkerung deutlich verbessern. Einfach nur mehr Steuergeld mit dem Füllhorn auszuschütten ist keine Antwort auf Gesundheitsfragen. Das sollte gerade ein Ärztevertreter verstehen", kritisierte der Landesrat Kammerpräsident Lang.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben