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APA-Artikel 20. Februar 2015

Spitalsärzte - Wehsely: Wiener KAV-Einigung wird nicht nachverhandelt

Von 5. bis 8. März entscheiden die rund 3.200 Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) über die Einigung zur Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes für Spitalsärzte. Auch wenn die fehlende Stimmempfehlung der Kurie der Wiener Ärztekammer am Donnerstag für Irritation gesorgt hat, eine Rückkehr an den Verhandlungstisch kommt für Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) nicht infrage.

"Es gibt ein von Stadt sowie Gewerkschaft und Ärztekammer unterzeichnetes Ergebnis. Das ist für mich bindend", erklärte Wehsely am Freitag gegenüber der APA. Nachverhandlungen schließt sie aus.

Der fehlende bzw. vertagte Kurienbeschluss in der Ärztekammer bereitet der Stadträtin derzeit keine Sorgen: "Ich gehe davon aus, dass es den Spitzen der Ärztekammer, die auch die Einigung unterschrieben haben, gelingen wird, die Ärzteschaft von dem Paket zu überzeugen." Das soll vor allem durch dichte und ganz konkrete Information der KAV-Belegschaft geschehen, denen nun alle Details des neuen Pakets vorgelegt werden. Die Information bisher sei "nicht optimal" gewesen.

Denn klar sei jedenfalls: "So wie jetzt geht es nicht mehr." Werde die Einigung abgelehnt, müsse das neue Arbeitszeitgesetz ebenfalls umgesetzt werden, das würde dann zwar die Reduktion auf eine 48-Stunden-Woche, aber eben auch einen beträchtlichen Lohnverlust bedeuten. "Das ist mein Nicht-Ziel", so Wehsely.

Noch im März soll der neue Dienstpostenplan stehen, derzeit werden alle Abteilungen im KAV in Workshops evaluiert. Ende März soll dann das neue Gehaltsschema im Landtag beschlossen werden. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan, aber ich gehe davon aus, dass er hält", erklärte die Stadträtin.

Die Ende Jänner präsentierte Einigung zwischen Stadt Wien, KAV, Gewerkschaft und Ärztevertretern sieht unter anderem eine Erhöhung der Grundgehälter von bis zu 30 Prozent, eine Reform der Dienstzeiten, flexiblere Arbeitszeiten und eine Reduktion der Nachtdienste um ein Drittel vor.

apa.at

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