zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 19. Februar 2015

CH: Groupe Mutuel in Grundversicherung zurück in Gewinnzone

Der Krankenversicherer Groupe Mutuel schreibt auch in der Grundversicherung wieder schwarze Zahlen. Mit 6 Mio. Fr. erzielte das Geschäft einen leichten Überschuss. Diesen verdankt die Krankenkasse vor allem einer deutlichen Steigerung beim Anlageergebnis.

Mit den Kapitalanlagen machte die Groupe Mutuel 2014 ein Resultat von 64 Mio. Franken, ein Anstieg von 65 Prozent gegenüber 2013. Ohne dieses Anlageergebnis hätte es die Grundversicherung nicht in die schwarzen Zahlen geschafft, sagte Geschäftsführer Paul Rabaglia am Donnerstag.

2013 hatte die Grundversicherung noch einen Verlust von 128 Mio. Fr. ausgewiesen. Dies begründete die Groupe Mutuel damals insbesondere mit dem Anstieg der Spitalkosten, nachdem es wegen der Einführung der Fallpauschalen 2012 branchenweit einen Rechnungsstau gegeben hatte. 2014 sind laut den Erläuterungen insbesondere die Labor- und Physiotherapieleistungen teurer geworden.

Die Zahl der Grundversicherten sank allerdings um 1,1 Prozent auf rund 1,19 Millionen. Im laufenden Jahr wird sich die Zahl mit dem Anschluss der Krankenkasse Supra jedoch wieder auf rund 1,24 Millionen erhöhen.

Der Umsatz der Grundversicherung stieg von 3,7 Mrd. Fr. im Vorjahr auf 3,9 Mrd. Franken. Auch der Umsatz des gesamten Gesundheitssektors der Gruppe, Privatversicherungen inklusive, nahm zu. Er stieg um rund 2 Prozent auf 4,8 Mrd. Franken. Mit den Zusatzversicherungen alleine machte Groupe Mutuel allerdings weniger Umsatz. Dafür stieg der Gewinn der Zusatzversicherungen von 113 Mio. Fr. im Vorjahr auf 117 Mio. Franken.

Im Jahr 2014 habe die Gruppe 290 (Vorjahr: 321) Mio. Fr. in den Risikoausgleich einbezahlt, hiess es weiter.

Das Jahr 2015 habe positiv begonnen, sagte Rabaglia. Die finanzielle Basis sei in allen Bereichen gesund. Das Unternehmen habe zudem diverse interne Kontrollen verstärkt. Damit reagiert die Groupe Mutuel auf die von der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) festgestellten "möglichen Schwächen in der Unternehmensführung", die im letzten Jahr zur Eröffnung einer Untersuchung führten.

Die Untersuchung der Finma sei weiterhin im Gang, teilte Vorstandspräsidentin Karin Perraudin mit. Der Prozess schreite jedoch voran. Sie hoffe, dass die Untersuchung demnächst abgeschlossen werden könne.

Bei der Untersuchung geht es unter anderem um das Problem der zu viel bezahlten Prämien. Die Groupe Mutuel muss 8,5 Mio. Fr. zurückzahlen. Die eine Hälfte wurde bereits Ende 2014 zurückerstattet.

Perraudin äusserte den Willen zu Transparenz. So sollten auch die Gehälter der Geschäftsleitungsmitglieder demnächst publiziert werden. Wenn nicht bereits im Jahresbericht 2014, dann spätestens im nächsten Jahr, versprach Perraudin.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben