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APA-Artikel 19. Februar 2015

Heilmasseurgesetz: Bundesinnung will weitere Verbesserungen bei Ausbildungsverordnung

"Mit der voraussichtlich in der Woche ab 19.2.2015 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Novelle des Medizinischen Masseur und Heilmasseur-Gesetzes, kurz MMHmG, ist es gelungen, dem Ziel näher zu kommen, dass österreichische Masseure Ihren Patienten - so wie Ihre deutschen Kollegen auch -"Prävention, Rehabilitation, Mobilisation und Bewegungserziehung" anbieten dürfen.

Nun heißt es am Ball bleiben und bei der notwendigen Novellierung der MMHmG-Ausbildungsverordnung von Seiten der Bundesinnung Input zu liefern, dass dieses Ziel auch erreicht wird!", so die Bundesinnungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure, Dagmar Zeibig, die insgesamt an die 10 000 gewerbliche Masseure und Heilmasseure vertritt.

Besonders positiv: Auf Druck der Bundesinnung der FußpflegerInnen, KosmetikerInnen und MasseurInnen sind in der neu geschaffenen Spezialqualifikationsausbildung "Basismobilisation" die Inhalte "Rehabilitation und Mobilisation" enthalten. Laut Gesetz wird es ab 1. September 2015 die ersten Ausbildungen dazu geben.

Damit komme man insbesondere den Patienten entgegen, da es für diese von erheblichem Vorteil ist, wenn möglichst viele Berufsgruppen über die Inhalte der Mobilisation, Rehabilitation, Prävention und Bewegungserziehung Bescheid wissen. "Nur dadurch ist eine optimale Betreuung der Patienten gewährleistet", so Zeibig. Im Hintergrund hatte es Widerstand des Bundesverbandes der Physiotherapeuten gegen die Spezialqualifikationsausbildung "Basismobilisation" für Heilmasseure gegeben, da diese in Zukunft Tätigkeiten ausführen werden, die aus Sicht des Verbandes bisher allein der Berufsgruppe der Physiotherapeuten vorbehalten waren.

"Auch in Deutschland funktioniert ein Nebeneinander und eine gute Zusammenarbeit von Physiotherapeuten und Heilmasseuren. Dort haben die Physiotherapeuten kein Problem, dass die Masseure "Mobilisation, Rehabilitation, Prävention und Bewegungserziehung" beherrschen und den Patienten anbieten", so Zeibig: " Dies ist auch das Ziel, das in Österreich verfolgt werden sollte."

Erreicht wird dieses Ziel allerdings erst dann, wenn in der kommenden Ausbildungsverordnung die Inhalte dieser Spezialqualifikation "Basismobilisation" inklusive "Mobilisation, Rehabilitation, Prävention und Bewegungserziehung" näher definiert sind und die Fächer "Prävention" und "Bewegungserziehung" sowie "medizinische Trainingstherapie", "Gangschulung" und "Hilfsmittelversorgung" enthalten sind.

Dies ist auch wichtig, um die inhaltliche Lücke vom österreichischen Heilmasseur zum deutschen Masseur und Medizinischen Bademeister zu schließen. "Die in Österreich verwendeten Begriffe "medizinische Trainingstherapie", "Gangschulung" und "Hilfsmittelversorgung" sollen in den Unterrichtsfächern ausdrücklich enthalten sein, um sicherzugehen, dass Heilmasseure in Österreich ihren Patienten auch "Prävention, Rehabilitation, Mobilisation sowie Bewegungserziehung" anbieten dürfen", fordert Bundesinnungsmeisterin Zeibig. (us)

Ein Portraitfoto von BIM Mag. Zeibig finden Sie in Kürze unter wko.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240/aom

apa.at

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