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APA-Artikel 18. Februar 2015

Holländisches Demenzdorf als Vorbild für deutsche Projekte

Das holländische Demenzdorf "De Hogeweyk" dient als Vorbild für ähnliche Projekte in Deutschland. In dem weltweit ersten Dorf für Demenzkranke bei Amsterdam leben die rund 150 Bewohner in 23 einstöckigen Bungalows mit kleinen Gärten. Im Zentrum gibt es unter anderem einen Supermarkt und einen Friseur. "De Hogeweyk" ist kein gewöhnliches Dorf. Die Zugangstür kann nur von einem Pförtner geöffnet werden.

Das erste deutsche Demenzdorf wurde nach dem holländischen Vorbild im März 2014 in Hameln im Weserbergland eröffnet. Allerdings ist die Anlage "Tönebön am See" kleiner und bietet nur Platz für 52 Bewohner.

In Alzey in Rheinland-Pfalz liegen die Pläne für ein Stadtquartier für Menschen mit Demenz vorerst auf Eis. Der Investor hatte sich nicht mit dem Landkreis einigen können. "Wir verfolgen das Projekt aber weiter", sagte Unternehmensberater Jan Bennewitz, der das Konzept für das Demenzdorf in Alzey mit entwickelt hat.

Die Graf Recke Stiftung plant in Hilden bei Düsseldorf ebenfalls eine Art Demenzdorf. Die Stiftung will ein geschlossenes Altenkrankenheim in den kommenden Jahren umgestalten. Im "Dorotheenviertel" sollen die Bewohner künftig in nach Milieus geordneten Wohngemeinschaften leben. "Weil die Menschen nicht raus können, möchten wir das Leben reinholen", sagte der Sprecher der Stiftung, Roelf Bleeker-Dohmen. So solle etwa mit einem Restaurant ein Stück Normalität entstehen.

apa.at

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