zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 17. Februar 2015

Spitalsärzte - Häupl verteidigt geplanten Stellenabbau im Wiener KAV

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat am Dienstag die tags zuvor öffentlich gewordenen Pläne Wiens, im Zuge der neuen Arbeitszeiten- und Gehaltsregelung bis 2018 382 Ärzte im Krankenanstaltenverbund (KAV) abbauen zu wollen, verteidigt. Es gebe eine entsprechende Vereinbarung mit Zustimmung der Ärztekammer - "auch zu allen Maßnahmen, von denen man heute so tut, als ob sie neu wären".

Das Stadtoberhaupt betonte am Rande einer Pressekonferenz gegenüber der APA, die konkreten Zahlen nicht zu kennen, aber: "Wenn man Arbeitszeit verkürzt, Nachtdienste einspart und bestimmte Strukturreformen durchführt, wird es zu einer entsprechenden Reduktion kommen." Grundsätzlich sei es das Ziel gewesen, die von der EU vorgeschriebene Richtlinie in Sachen Maximalarbeitszeit für Spitalsärzte bei vollem Lohnausgleich umzusetzen. Die Realität in Wien sei nun: "Es ist nicht nur der volle Lohnausgleich, es ist darüber hinaus auch noch ein Plus dabei."

Die Stadt koste dieses Paket rund 20 Millionen Euro pro Jahr, man könne also nicht gerade von Einsparungen reden. Die Androhung der Ärztekammer, den Pakt mit Stadt, KAV und Gewerkschaft im Notfall wieder aufzukündigen, sollte die Stadt ernst machen, kann Häupl nicht nachvollziehen. Es gebe eine Vereinbarung. "Diese trägt auch die Unterschrift des Präsidenten der Ärztekammer - und der wird ja wohl wissen, was er unterschrieben hat." Daher mahnte der Bürgermeister heute Vertragstreue ein: "Pacta sunt servanda."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben