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APA-Artikel 12. Februar 2015

Sterbehilfe - ÖVP schäumt über Empfehlungen der Bioethikkommission

Die ÖVP schäumt angesichts der Empfehlungen der Bioethikkommission zum Thema Sterbehilfe. Gesundheitssprecher Erwin Rasinger sieht in der empfohlenen Lockerung im Strafrecht einen "Irrweg" und warnt vor einem ethischen Dammbruch". Im Gespräch mit der APA stellte er einen Vergleich mit der NS-Zeit an: "Gerade Österreich mit seiner Euthanasie-Vergangenheit sollte da doppelt vorsichtig sein."

Rasinger sieht im Abschlussbericht der Kommission eine Kopie des niederländischen Modells, man gehe sogar noch weiter. Dass es Ausnahmefälle für nahestehende Personen geben soll, hält er für nicht zielführend, auch Angehörige hätten nicht immer ethische Motive. "Wenn man einmal die Tür aufmacht, selbst in bester Absicht, kriegt man sie nie wieder zu", befürchtet der ÖVP-Gesundheitssprecher. Auch der Druck auf ältere Menschen könnte mit den empfohlenen Änderungen steigen.

Die mehrheitliche Empfehlung der im Bundeskanzler angesiedelten Bioethikkommission ist für Rasinger der Beweis, dass es ein in der Verfassung festgeschriebenes Verbot der Sterbehilfe in Österreich braucht. Ein solches brauche lediglich Appellcharakter, wie es bei anderen Themen bereits der fall sei.

apa.at

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