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APA-Artikel 11. Februar 2015

Tirol schreibt Flugrettung im Frühsommer neu aus

Das Land Tirol wird die Flugrettung im Frühsommer neu ausschreiben. Dies gaben die zuständigen Regierungsmitglieder am Dienstag bekannt, nachdem das nationale Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen, die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), im Rahmen einer Bedarfsschätzung unterschiedliche Szenarien für das Flugrettungswesen bis zum Jahr 2020 präsentiert hatte.

Die Landesregierung hatte die europaweite Neuausschreibung vor rund einem Jahr beschlossen und im Mai 2014 eine Bedarfserhebung bei der GÖG in Auftrag gegeben. Ende 2015 endet nämlich die Vereinbarung mit den sechs derzeitigen Betreibern der in Tirol tätigen Rettungshubschrauber.

"Die Vorbereitungen zur Ausschreibung der Flugrettung in Tirol gehen planmäßig weiter", betonten Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, der für die Leitstelle zuständige LHStv. Josef Geisler (beide ÖVP) und die für das Luftfahrtrecht verantwortliche LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) einhellig. Die Bedarfsschätzung der GÖG sei "eine wichtige Basis, um die Flugrettung gut weiter zu entwickeln". Ziel sei jedenfalls, die Versorgungsqualität zu erhalten und landesweit Einsätze innerhalb von 15 Minuten zu ermöglichen.

Neben der ganzjährigen Grundversorgung sollen saisonale Notarzthubschrauber den Notwendigkeiten des Tourismuslandes Tirol gerecht werden, hieß es. Zudem sollen Finanzierungsmechanismen von den saisonalen hin zu den ganzjährigen Grundversorgungssystemen – wie im vorliegenden Bundesrechnungshofbericht empfohlen – umgesetzt werden. "Nachdem künftig auch die Zeiten für die Bereitstellung der Notarzthubschrauber verbindlich festgelegt werden sollen, liegen die Bereitschaftszeiten nicht mehr im Ermessen der Flugrettungsbetreiber", erklärte Geisler. Damit würde eine wesentliche Qualitätsverbesserung gegenüber dem bisherigen System erreicht werden.

apa.at

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