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APA-Artikel 9. Februar 2015

Spitalsärzte - 84 Prozent der befragten SALK-Ärzte für neue Gehälter

Nach der Einigung zwischen Land Salzburg und Ärztekammer über neue Gehälter für die Mediziner an den Salzburger Landeskliniken (SALK) haben nun auch 84 Prozent der befragten SALK-Ärzte dem Verhandlungsergebnis zugestimmt. Das teilten die Spitalsärztevertreter am Freitag dem Salzburger Finanzreferenten LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) mit.

Dem Verhandlungsergebnis vom Jänner 2015 zufolge werden je nach Ärztegruppe die Grundgehälter um 30 bis 37 Prozent ansteigen. In Summe wird das Land jährlich 13,5 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Ärztekammer wollte nach dieser Einigung von den SALK-Ärzten wissen, ob sie dem Verhandlungsergebnis auch zustimmen. Die Befragung wurde diese Woche drei Tage lang auf elektronischem Wege durchgeführt. Am Freitagnachmittag lag das Ergebnis vor. Demnach haben 486 der 580 an der Befragung teilnehmenden Ärzte dem neuen Entlohnungsmodell zugestimmt - das sind 83,79 Prozent.

"Die breite Zustimmung der Ärztinnen und Ärzte an den Salzburger Landeskliniken zum vorgelegten Verhandlungsergebnis über ihre künftigen Gehälter im Zusammenhang mit der Umsetzung des Ärztearbeitszeit-Gesetzes zeigt, dass es gelungen ist, die Grundgehälter auf eine attraktive, faire und konkurrenzfähige Basis zu stellen. Es ist sehr viel wert, wenn ein Verhandlungspaket mit einer derart großen Mehrheit quer durch alle Ärztegruppen angenommen wird", erklärte Stöckl, der auch Gesundheits- und Spitalreferent ist.

Das nunmehr von den Ärzten akzeptierte Gesamtpaket sichere die nationale und internationale Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit der Salzburger Landeskliniken nachhaltig, stellte Stöckl fest. Durch die marktkonformen Gehälter für die Ärzte sei die bestmögliche Versorgung der Patienten auch auf lange Sicht gewährleistet.

Mit dem positiven Befragungsergebnis sei jetzt der Weg zu einer neuen Betriebsvereinbarung frei, erklärte der Finanzreferent. "Diese wird so rasch als möglich durch die dazu zuständigen Betriebsräte unter Beteiligung der Ärztevertreter erarbeitet. Zudem sind die Vorbereitungen zur legistischen Umsetzung des Verhandlungsergebnisses bereits in Arbeit, damit der notwendige Beschluss durch den Salzburger Landtag ehestmöglich gefasst werden kann."

Auch Salzburgs Ärztekammer-Präsident Karl Forstner zeigte sich froh über das eindeutige Ergebnis der Befragung der SALK-Spitalsärzte. "Mit der nunmehr erreichten Gehaltsverbesserung werden auch in Salzburg endlich marktkonforme Gehälter für die Ärzteschaft ermöglicht. Es ist jedoch unerlässlich, dass die Vielzahl offener Strukturprobleme an den Landeskliniken rasch und konsequent bearbeitet und gelöst werden." Forstner erwartet sich auch "eine zügige Umsetzung der Gehaltsreform in allen anderen Salzburger Spitälern".

apa.at

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