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APA-Artikel 29. Jänner 2015

Ärzte - Hauptverband will "konstruktive Zusammenarbeit"

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger appelliert an die Ärzte, ihre "verständlichen Eigeninteressen hinter jene der Patienten und Beitragszahler" zu stellen, meinte Vorstandsvorsitzender Peter McDonald am Donnerstag in Reaktion auf die Ärztekammer-Kritik am Gesundheitssystem. Die Ärzte sollten daher nicht "mit Aufgeregtheit verunsichern und Ängste schüren".

Die Sozialversicherungen würden derzeit "mit Hochdruck" an der Realisierung von elf Pilotprojekten österreichweit arbeiten, verwies McDonald auf die Pläne für die Primärversorgung. Somit würden ab dem kommenden Jahr außerhalb der Spitäler neue Formen von "wohnortnaher medizinischer Versorgung" zur Verfügung stehen. Damit, so hofft McDonald, würden auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, "dass sich wieder mehr Jungmediziner für den Beruf des praktischen Arztes entscheiden". Ohnehin hätte Österreich "die höchste Ärztedichte weltweit".

Den Vorwurf, dass die Sozialversicherungen Geld in Milliardenhöhe horten, wies McDonald zurück: "Durch die Konsolidierungsbemühungen der vergangenen Jahre ist es uns gelungen, die Kassen großteils zu entschulden und die Finanzen weitgehend so zu stabilisieren." Und die Hälfte der Kassen hätten eine gesetzlich vorgegebene Leistungssicherungsreserve aufbauen können. Diese sollten Sicherheit bieten, "auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die hohe Verfügbarkeit von neuen medizinischen Leistungen und damit den medizinischen Fortschritt rasch sicherzustellen".

apa.at

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