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APA-Artikel 21. Jänner 2015

Fortpflanzungsmedizin - Bischofskonferenz von Beschluss enttäuscht

Die römisch-katholische Bischofskonferenz hat sich am Mittwoch vom Beschluss des neuen Fortpflanzungsmedizingesetzes enttäuscht gezeigt. Familienbischof Klaus Küng bedauerte in einer Aussendung das Durchziehen trotz aller Einwände. Katholische Organisationen hatten bis zuletzt gegen die Novelle mobilisiert.

"Das neue Fortpflanzungsmedizingesetz ist ein ethischer Dammbruch, das mehr Probleme schafft, als es vorgibt zu lösen", erklärte Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka nach dem Beschluss. Es sei "enttäuschend und demokratiepolitisch sehr bedenklich, dass derart fundamentale Fragen, die massiv in Leben und Rechte von Kindern, Frauen und künftigen Generationen eingreifen, im Eilzugsverfahren durchgezogen werden".

Schipka dankte allen, die gegen das Gesetz gestimmt hatten, insbesondere jenen aus dem Klub der FPÖ und des Teams Stronach. Besonderer Dank und Hochachtung gebühre jenen Abgeordneten, die das eigene Gewissen über die Parteilinie gestellt und abweichend von Parteivorgaben gegen das Gesetz gestimmt hätten, spielte er auf Gegenstimmen aus den Reihen u.a. der ÖVP an.

Küng bedauerte, "dass viele Menschen unserer Zeit, auch Politiker und Richter, sich von einem falschen Fortschrittsglauben verführen lassen, der sie übersehen lässt, dass sie von einigen wenigen Interessensgruppen vor sich hergetrieben werden und so Schritt für Schritt für den Menschen und die Gesellschaft wichtige Werte preisgeben".

Es werde betont, so Küng, dass die im Gesetzesentwurf enthaltenen Erlaubnisse eng gefasst und bei Übertretungen strenge Sanktionen vorgesehen seien. "Das mag im Vergleich zu anderen Ländern schon wahr sein. Dennoch sind es Schritte in die falsche Richtung. Kinder werden immer mehr zu etwas, worauf man meint, ein Recht zu haben, oder was man auch, wenn es nicht passt, verwerfen kann."

apa.at

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