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APA-Artikel 19. Jänner 2015

Spitalsärzte - Wien bietet Lohnausgleich an, laufende Verhandlungen

Bei den Verhandlungen zwischen den Wiener Spitalsärzten und dem Krankenanstaltenverbund (KAV) bzw. der Stadt Wien hat sich bei der ersten politischen Runde am Freitagnachmittag eine Annäherung abgezeichnet. Zwar seien in Sachen Gehalt und Arbeitszeit noch einige Punkte offen, jedoch zeigten sich alle Beteiligten optimistisch, demnächst zu einer Lösung zu gelangen.

"Wir haben zwar in wichtigen Punkten keine Einigung erzielt, aber unsere Positionen abgesteckt und einen Verhandlungsfahrplan vereinbart", erklärte der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres gegenüber der APA. Man werde nun in kurzen Abständen weitere Gespräche führen, grundsätzlich seien alle bemüht, rasch zu einer Lösung zu kommen. Allerdings: "Wäre man uns genug entgegen gekommen, dann hätten wir schon abgeschlossen", betonte er.

Auch Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) ortete gegenüber der APA "konstruktive Verhandlungen". Zwar gebe es noch offene Punkte, die Stadt sei aber bereit, der Forderung der Ärztekammer nach einem Lohnausgleich nachzukommen. Da durch die seit 1. Jänner 2015 gesetzlich vorgeschriebene Reduktion der Wochenarbeitszeit von 60 auf 48 Stunden vor allem gut bezahlte Nachtdienste und Überstunden wegfallen, haben die Ärztevertreter eine Anhebung der Grundgehälter gefordert, um Lohneinbußen zu verhindern.

"Wir bieten an, Mittel von der Nacht in den Tag zu verlagern und die Grundgehälter deutlich anzuheben", so Wehsely. Noch nicht einig sei man sich über darüber hinausgehende Gehaltsforderungen. Während sich Gewerkschaft, Ärztevertreter und KAV-Vertreter nun regelmäßig treffen wollen, ist die nächste politische Runde für 28. Jänner angesetzt. "Ich gehe davon aus, dass wir den Sack dann schon zumachen", meinte die Gesundheitsstadträtin.

Für Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft für Gemeindebedienstete - Kunst, Medien, Sport und freie Berufe (GdG-KMSfB) spießt es sich ebenfalls noch bei den Gehaltsvorstellungen und bei der Arbeitszeit. Streitpunkt sei etwa der verlängerte 25-Stunden-Dienst. "Es ist uns aber gelungen, Verständnis zu erwirken", urteilte er.

Diese Verhandlungen gelten jedoch nicht für das größte Spital der Bundeshauptstadt, das AKH. Da die AKH-Ärzte in die Zuständigkeit der Medizinischen Universität Wien und damit des Bundes fallen, werden dort separate Gespräche geführt.

apa.at

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