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APA-Artikel 16. Jänner 2015

Spitalsärzte - Vorerst noch keine Einigung in OÖ

In der Diskussion um die Ärzte-Arbeitszeiten gibt es in OÖ vorerst keine Einigung. In der Verhandlungsrunde Freitag früh hat Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) den Medizinern offenbar einen neuen Vorschlag für ein Gehaltssystem auf den Tisch gelegt. Am Nachmittag will er ihn in einer Pressekonferenz präsentieren. Eine Zustimmung der Ärzteschaft gebe es aber noch nicht, hieß es aus seinem Büro.

Die Standesvertretung beriet sich am Vormittag intern und gab vorerst noch keine Stellungnahme ab. Das erste Angebot Pühringers hatte die Kurie der Spitalsärzte als "völlig unzureichend" einstimmig abgelehnt. Die Ärztekammer pocht auf 48 Stunden Höchstarbeitszeit und warnte im Vorfeld, dass es zu Leistungseinschränkungen kommen könne.

Pühringer will ein Gesamtmodell für Mediziner und Pflegepersonal und eine Korrektur allzu krasser Einkommensunterschiede in der Ärzteschaft erreichen. Zuletzt hatte er eine rückwirkende Lösung angeboten und vorgeschlagen, dass die Ärzte in einem Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen Mehrstunden über die 48 Stunden hinaus machen, die mit einem Zuschlag von 100 Prozent abgerechnet werden. Das lehnten die Ärzte aber postwendend ab.

Unterdessen haben auch für die Ärzte in Privat- und Ordensspitälern die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag begonnen. Bei einer Gesprächsrunde mit der Gewerkschaft vida und der Ärztekammer in Wien wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet. Eine befasst sich mit dem Gehalt, die andere mit dem Rahmenrecht. Ziel ist es, bis Mitte 2015 einen neuen Kollektivvertrag abzuschließen. Dieser soll bundesweit gelten. Ausnahme ist Oberösterreich, da für dieses Bundesland ein ÄrztInnen-KV besteht.

apa.at

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