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APA-Artikel 15. Jänner 2015

Spitalsärzte - Kabeg-Zentralbetriebsrat: "Streik nicht gedeckt"

Der von der Ärztekammer am Freitag angekündigte Streik in den Kärntner Landesspitälern ist rechtlich offenbar nicht gedeckt. "Ich habe kein Verständnis für die Aktion", sagte Kabeg-Zentralbetriebsratschef Arnold Auer am Donnerstag auf Anfrage der APA. Gleichzeitig verurteilte er auch den "Kälbermarsch"-Sager von SPÖ-Klubchef Herwig Seiser als "Schwachsinn".

"Wir sind nicht eingebunden worden, es handelt sich offenbar um einen Willensstreik von einigen Ärztevertretern, der rechtlich nicht gedeckt ist", sagte Auer. Jeder Mediziner sollte sich überlegen, ob er an der Veranstaltung teilnimmt oder nicht. Problematisch sei etwa die Frage, wer die Organisationsverantwortung für die von Ärztekammer-Präsident Josef Huber während des Streiks angekündigten Notfallversorgung übernehmen soll. Die Kabeg, die Primarärzte und die Gewerkschaft würden die Verantwortung wohl nicht übernehmen, meinte Auer.

Keine Freude hat er aber auch mit dem "Kälbermarsch"-Sager von seinem Parteifreund Seiser. Die Aussage sei "Schwachsinn", sagte der Betriebsrat. "Wenn wir aber bei jedem Schwachsinn, den ein Politiker sagt, streiken, dann arbeiten wir nie mehr", sagte Auer in Richtung Ärztevertreter.

Die Kabeg ließ indes in einer Aussendung wissen, dass vom Management "alle notwendigen Schritte unternommen werden", um am Freitag die reibungslose Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Der medizinische Direktor des Klinikum Klagenfurt, Ferdinand Waldenberger, appellierte an die Primarärzte, "der Patientenversorgung oberste Priorität zu geben und die Ärzte an ihre Dienstpflichten und die damit verbundene Dienstverrichtung" zu erinnern.

Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel distanzierte sich übrigens auch von dem Sager Seisers. "Ich hätte so eine Aussage nie getätigt, von so etwas distanziere ich mich", sagte Gabriel zur APA. Umgekehrt verwies er auch auf Ärztevertreter, die in der Debatte "auch nicht gerade zimperlich" seien.

apa.at

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