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APA-Artikel 13. Jänner 2015

Gimborn: Mangel an Hausärzten ist Symptom der Ausdünnung von Randregionen

Den Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Vernachlässigung von Randregionen und deren Gemeinden und der schlechten medizinischen Versorgung dieser Gebiete zeigte heute die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, die Ärztin Dr. Gabriele Von Gimborn auf. Das tat sie anlässlich des Gesundheitsgesprächs des Landtagsklubs des Team Stronach für NÖ, das sich heute mit der Situation der ärztlichen Versorgung im niedergelassenen Bereich - speziell mit Allgemeinmedizinern - beschäftigt.

Gimborn: "Die wahre gesundheitspolitische Herausforderung für 2015 ist es in den NÖ Gemeinden wieder ein flächendeckendes Netz von Hausärzten zu schaffen! Das wird aber nur möglich sein, wenn wir diesen Ärzten, die als Angehörige eines "Freie Berufs" auch unternehmerisch denken müssen, die entsprechenden wirtschaftlichen Grundlagen bieten. Dazu gehört auch, wirtschaftlich von der Landespolitik vernachlässigte Randregionen zu unterstützen. Der Mangel an Hausärzten in den Gemeinden dort geht darauf zurück, dass es dort immer weniger Bevölkerung gibt. Für einen Hausarzt wird aber so das wirtschaftliche Führen seiner Ordination zum Problem. Diese Regionen und deren Gemeinden haben keine Wirte mehr, keinen Greißler, keinen Hausarzt - für die Alten wird dort das Leben zum Problem."

Zig Millionen für Selbstdarstellung deor Regierung im Ballungsraum, aber zu wenig für Investitionen in Randregionen

Die Ausdünnung der Randregionen ist auf den Mangel an Arbeitsplätzen zurück zu führen. Daher gilt es, so Gimborn, dort Programme zur Betriebsansiedelungen zu initiieren. Dazu gehört auch die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, wie z.B. im Waldviertel.

Gimborn zeigt am Waldviertel das Dilemma von Randregionen auf: Das Waldviertel wird seit Jahren infrastrukturell vernachlässigt. Firmen schließen, Unternehmer klagen über mangelnde Unterstützung, die Bevölkerung beginnt in die Ballungsräume zu pendeln, zurück bleiben die Alten. "Was fehlt ist eine hochrangige Verkehrsanbindung, weiters muss es auch ein gut vernetztes Bussystem geben und massive Investitionen in die Franz-Josefs-Bahn. Auch Hochleistungs-Internet ist noch immer nicht in allen Regionen Niederösterreichs selbstverständlich. Gimborn: "Zig-Millionen für Kunst im Ballungsraum zur Selbstdarstellung der Regierung, aber zu wenig für Investitionen in diesen Randregionen sind ein Armutszeugnis für die Landesregierung!"

Geplante Gesundheitszentren greifen erst in 20 Jahren

Anders als im Spitalsbereich und in den geplanten Gesundheitszentren, die übrigens erst in 20 Jahren wirklich greifen werden, wo Landesrat Sobotka mit Steuergeld Defizite finanziert, muss sich eine Arztordination wirtschaftlich durch Einnahmen aus den Honoraren rechnen. "In Randregionen wo immer weniger Menschen wohnen bzw tagsüber in die Ballungsräume auspendeln, wird das immer mehr zum Problem. Eine verstärkte Investition des Landes in die Infrastruktur, in Verkehrswege und in Betriebe brächte neben weniger Verkehr jener, die derzeit weit auspendeln müssen, auch wieder verstärkt Ärzte, die sich gerne in diesen Regionen niederlassen", verlangt die Abgeordnete des Team Stronach NÖ, Dr. Gabriele Von Gimborn, verstärkt Investitionen der Landessregierung in die wirtschaftliche Entwicklung von Randregionen und deren Gemeinden.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14941/aom

apa.at

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