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APA-Artikel 12. Jänner 2015

D: Patientenschützer: Feststellen des Hirntods schärfer regeln

Nach erneuten Unsicherheiten im Rahmen einer Organspende hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz eine Änderung im Transplantationsgesetz gefordert. Jetzt müssten mindestens drei Kompetenzteams aus speziell qualifizierten Neurologen geschaffen werden, die grundsätzlich die letzte Prüfung des Todes am Patienten vor Ort vornehmen sollen. "Sie müssen staatlich verantwortet beim Robert Koch-Institut angesiedelt werden", erläuterte Verbandsvorsitzender Eugen Brysch am Montag der dpa. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) müsse hier rasch handeln. Eine zweifelsfreie Feststellung des Hirntods dürfe nicht allein den Krankenhäusern überlassen werden, die die Organe entnehmen wollen.

Die "Süddeutsche Zeitung" (Montag) hatte berichtet, dass in einem Krankenhaus im Raum Bremen/Bremerhaven Anfang Dezember eine Organspende abgebrochen worden sei, weil der Hirntod des Spenders nicht nach den vorgesehenen Regeln diagnostiziert worden sei. Die Operateure hätten zu diesem Zeitpunkt bereits den Bauchraum geöffnet, berichtete die "SZ".

Schon vor einem Jahr war bekanntgeworden, dass Mediziner innerhalb von drei Jahren insgesamt zehn Patienten abweichend von den Richtlinien für hirntot erklärt hatten.

apa.at

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