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APA-Artikel 9. Jänner 2015

Spitalsärzte: Kabeg 2 - Ärztekammerpräsident "sehr skeptisch"

Der Kärntner Ärztekammerpräsident Josef Huber hat sich am Freitag "sehr skeptisch" über eine mögliche Einigung im Streit um die Gehälter für die Spitalsärzte gezeigt. In die angebotenen 13,5 Millionen Euro für die Ärzte seien auch 25 nicht besetzte Planstellen eingerechnet, dem könne man unmöglich zustimmen, sagte Huber gegenüber der APA.

Es gebe von beiden Seiten, Kabeg wie Ärztekammer, intensive Bemühungen um eine Lösung, betonte Huber. Die Ärzte würden sich auch mit dem vom Land angebotenen Geld zufriedengeben, wenn dieses Geld zur Gänze in die Grundgehälter der Mediziner fließen würde. "Das ist nach wie vor der Knackpunkt." Denn da würden auch die Dienstgeberbeiträge mit eingerechnet, ebenso wie die offenen Planstellen.

Auch die Variante, die Grundgehälter stärker zu erhöhen und die Überstundenzuschläge zu senken, sei in der angebotenen Form nicht akzeptabel. Huber: "Die Turnusärzte würden da massiv verlieren." Wenn die neue Ausbildungsordnung umgesetzt werde, dann könne man allerdings über diesen Punkt reden, meinte der Ärztekammerpräsident. Die neue Ausbildungsordnung ist im Oktober 2014 vom Gesundheitsausschuss im Parlament beschlossen worden, sie soll mit 1. Juli in Kraft treten.

Die Einrechnung der 25 derzeit nicht besetzten Planstellen in das Erhöhungsvolumen gibt es laut Kabeg. Sie betreffe aber lediglich die Anhebung der Grundgehälter, nicht die Bezahlung der Dienstposten per se. "Hätten wir bei der Berechnung, wieviel die Umsetzung des steirischen Modells bei uns kostet, diese nicht eingerechnet, wäre ein niedrigerer Betrag herausgekommen", sagte Kabeg-Chef Arnold Gabriel. Zudem hätte dann ja das Geld für die höheren Gehälter im Budget gefehlt, wenn die Posten besetzt würden.

apa.at

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