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APA-Artikel 9. Jänner 2015

Spitalsärzte - Kabeg drängt auf rasche Lösung in Kärnten

Im Streit um ein neues Gehaltsschema für die Kärntner Spitalsärzte drängt die Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft Kabeg jetzt auf eine rasche Entscheidung. "Wir brauchen bis Mitte Jänner eine Lösung", sagte Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel am Freitag gegenüber der APA. Die neue Betriebsvereinbarung stehe vor dem Abschluss, die Ärztekammer wurde neuerlich zu Verhandlungen eingeladen.

In den vergangenen Tagen hatten Kabeg-Chef und Ärztekammerpräsident Josef Huber um die Beiziehung eines Moderators gerungen. Die Vorschläge der Kabeg wurden vom Kammerpräsidenten abgelehnt, der Vorschlag Hubers von Gabriel. Briefe gingen hin und her, am Donnerstag gab es laut Gabriel aber wieder ein "langes Telefonat" zwischen ihm und Huber, das in sehr sachlicher Atmosphäre verlaufen sei. Er habe Huber das Angebot des Landes noch einmal unterbreitet und es ihm auch schriftlich zukommen lassen. Er sei auch rund um die Uhr zu Gesprächen bereit, aber mittlerweile sei Eile geboten.

Gabriel: "Das Gehaltsangebot ohne Lohnverlust wird auf jeden Fall umgesetzt." Sollte es keine Einigung mit der Ärztekammer geben, werde das neue Gehaltsschema, das in Ausarbeitung sei, eben ohne Zustimmung der Kammer beschlossen. Dies habe er dem Präsidenten auch mitgeteilt. "Lieber wäre es mir aber, wenn wir alle ins Boot holen könnten." Wenn das neue Gehaltsschema dann von der Politik beschlossen wird, könne es rückwirkend mit 1. Jänner in Kraft treten.

Das Angebot des Landes, das sich am steirischen Modell orientiert, sieht eine Erhöhung des Ärzteeinkommens um 13,5 Millionen Euro insgesamt vor. Das entspricht einer Erhöhung des Grundgehalts und der variablen Lohnanteile um durchschnittlich 15 Prozent. Dieses Geld wird laut Gabriel nicht innerhalb der Kabeg aufgebracht werden müssen, sondern vom Eigentümer, dem Land Kärnten, zur Verfügung gestellt. Als Alternative könnten auch die Grundgehälter zulasten der Überstunden stärker angehoben werden.

Wenn die neue Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat unter Dach und Fach ist, können Spitalsärzte aufgrund dieser Vereinbarung auch wieder mehr als die 48 Wochenstunden arbeiten, die momentan gelten. Im Klinikum Klagenfurt rechnet man damit, dass etwa die Hälfte der Mediziner von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird. Ärztekammerpräsident Huber war für die APA nicht erreichbar.

apa.at

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