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APA-Artikel 8. Jänner 2015

Ärztin freigesprochen - Wiener Ärztekammer warnt vor "Ärztehatz"

Mit Befriedigung hat die Wiener Ärztekammer auf den Freispruch für eine Allgemeinmedizinerin reagiert, der vorgeworfen worden war, mit falschen Honorarabrechnungen die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) betrogen zu haben. Zugleich forderte die Standesvertretung die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) am Donnerstagnachmittag in einer Presseaussendung auf, ihre "Ärztehatz" einzustellen.

"Damit ist eindrucksvoll bestätigt worden, dass die Wiener Gebietskrankenkasse gegen einzelne Ärzte bedenklich vorgeht und diese als vermeintlich 'schwarze Schafe' vor Gericht bringt", kommentierte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Wiener Ärztekammer und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte, zunächst den Freispruch für die Kollegin. Er versicherte, die Kammer werde sich strikt dafür einsetzen, dass Tarifstreitigkeiten nicht auf dem Rücken einzelner Ärztinnen und Ärzte ausgetragen werden.

Scharfe Kritik übte Steinhart an der WGKK, welche die betroffene Ärztin vor Gericht gebracht hatte: "Leider handelt es sich hier um keinen Einzelfall. Die Krankenkasse versucht laufend über die Abteilung Missbrauchsentdeckung und -prävention (MEP), gegensätzliche Ansichten über Tarife zwischen Krankenkasse und Ärztekammer auf dem Rücken einzelner Kolleginnen und Kollegen im Wege der Strafgerichte auszutragen."

Steinhart appellierte an WGKK-Obfrau Ingrid Reischl, den aktuellen Fall als Anlass zu nehmen, "um die bedenkliche Vorgehensweise der Abteilung MEP" endgültig zu beenden." Es sei "untragbar", dass die WGKK "wahllos Strafanzeigen erstattet" und damit Ärzte in ihrer Existenz gefährde. Eine derartige "Ärztehatz in Form einer eigenen Krankenkassen-Abteilung" gebe es nur in Wien, so der Standesvertreter abschließend.

apa.at

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