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APA-Artikel 7. Jänner 2015

Mückstein: Steuer-Begünstigung für Wirte, die in Nichtraucherschutz investiert haben

"Es ist schon sehr merkwürdig, dass in Österreich immer erst ein tragisches Ereignis eintreten muss, damit etwas in Bewegung kommt", stellt Grün-Abgeordnete und Gesundheitssprecherin Eva Mückstein fest. "Trotzdem würde ich mich sehr freuen, wenn das mutige Engagement des kürzlich an Lungenkrebs verstorbenen Journalisten Kurt Kuch nun Früchte trägt. Glaubt man den Worten von ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner und SPÖ-Gesundheitsministerin Oberhauser, ist es nun bald soweit. Was die Grünen seit vielen Jahren fordern und in fast ganz Europa bereits lückenlos umgesetzt ist, könnte nun auch in Österreich Wirklichkeit werden - Der längst fällige Schritt zu rauchfreien Lokalen, ohne Hintertürchen und Ausnahmeregelung."

Bereits 2011 brachte Eva Glawischnig einen Entschließungsantrag ein zur Schaffung eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie, darauf folgte ein Entschließungsantrag mit eben dieser Forderung von Eva Mückstein im Jahr 2013. "Was mich besonders schmerzt, sind die jugendlichen RaucherInnen. Es ist unverantwortlich, davor die Augen zu verschließen, dass wir mit 29 Prozent an RaucherInnen ab 16 Jahren Schlusslicht im EU-Vergleich sind", bedauert Eva Mückstein.

Höchste Zeit, mit halbherzigen Lösungen Schluss zu machen und für Rechtssicherheit zu sorgen. Ein Gesetzesentwurf für rauchfreie Lokale ohne Ausnahmen und Verwässerung muss nun möglichst rasch vorgelegt werden. "Dabei sind die Gastronomiebetriebe zu entschädigen, die trotz des unzumutbaren Regelungschaos gesetzeskonforme Zustände hergestellt haben. Ich kann mir Begünstigungen für die betroffenen Gastronomen bei der steuerlichen Abschreibung der Investitionen für den Nichtraucherschutz gut vorstellen. Beispielsweise könnten Restwerte noch 2014 abgeschrieben und darüber hinaus zusätzliche Abschreibungsmöglichkeiten zugestanden werden", betont Mückstein.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

apa.at

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