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APA-Artikel 7. Jänner 2015

Rauchdiskussion: Vilimsky: Regierung soll Gastronomen und Gäste in Ruhe lassen!

"Nachdem die heimische Gastronomie vor rund fünf Jahren enorme Investments in die gesetzeskonforme Trennung ihrer Lokale in Raucher- und Nichtraucherbereichen zu bewältigen hatte, kann es nicht sein, dass dies heute für null und nichtig erklärt wird und die österreichische Gastwirtschaft die Wankelmütigkeit und damit Unfähigkeit der Regierung zu berappen hat. Die Regierung möge sich den drängenden Problemen im Land widmen und nicht mit dem Thema Tabakkonsum in Lokalen von der enormen Arbeitslosigkeit, Überschuldung und drückenden Steuerbelastung ablenken", so heute FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky.

Ein generelles Rauchverbot in Lokalen habe wenig bis nichts mit dem tatsächlichen Konsum von Zigaretten zu tun, in erster Linie werde damit den Lokalen geschadet, wenn scharenweise Gäste ausbleiben. "Darüber hinaus geht diese Diskussion völlig an der eigentlichen Zielsetzung vorbei, Menschen vom Tabakkonsum abzuhalten. Von den jährlich 17 Milliarden Zigaretten, die in Österreich geraucht werden, kassiert der Fiskus rund 1,3 Milliarden an Tabaksteuer, dazu kommen noch rund 400 Millionen an Mehrwertsteuer aus dem Zigarettenverkauf. Anders formuliert: Der Staat kassiert rund 75 Prozent der Einnahmen durch den Zigarettenverkauf. Damit will offenbar der Staat aber den Menschen nicht helfen, gegebenenfalls vom Rauchen wegzukommen, sondern hat nur Schikanen für die Gastronomie und deren Gäste vor Augen", ärgert sich Vilimsky.

Vor diesem Hintergrund stelle sich die dringende Frage, wieso nicht ein Großteil dieser durch den Tabakkonsum lukrierten Steuermittel für gesundheitspolitische Maßnahmen zur Unterstützung entwöhnungswilliger Raucher eingesetzt werde. "Damit könnten nicht nur Nikotinersatzprodukte, sondern auch begleitende ärztliche Hilfe zur vollständigen Entwöhnung dotiert werden", schlägt Vilimsky vor.

In Österreich müsse es doch möglich sein, ein gedeihliches Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern in der Gastronomie zu ermöglichen. Wenn der Bedarf von Nichtrauchern tatsächlich so groß wäre, ein eigenes Nichtraucherlokal aufzusuchen, dann würde sich wirtschaftlich dieses Konzept auch rasch durchsetzen. Faktum sei aber, dass dies nicht der Fall sei, Gäste ausbleiben und den Gastronomen enorme wirtschaftliche Schäden entstehen. "Jetzt vielen Wirten nach ihren sündteuren Adaptionen an die aktuelle Gesetzeslage den Todesstoß zu versetzen, ist absolut inakzeptabel und muss verhindert werden", fordert Vilimsky.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468/aom

apa.at

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