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APA-Artikel 7. Jänner 2015

Hilfswerk fordert "Jahr der großen Pflegereform"

"Jedes weitere Jahr ohne große Pflegereform macht zukünftiges Handeln um ein Vielfaches schwieriger", mahnt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas längst fällige, langfristig wirksame Weichenstellungen ein. "Wir fordern so schnell wie möglich eine Pflegekonferenz mit allen Stakeholdern, mit allen Entscheidungsträgern in Bund, Ländern und Gemeinden, Betroffenen und Trägern. Denn zurücklehnen und abwarten ist keine Lösung. Im Gegenteil, alles wird dadurch immer schwieriger und teurer!", so Karas.

"Österreich muss die demografische Atempause noch zu Reformen nutzen", erklärt Karas, "denn im Moment sind verhältnismäßig weniger Menschen pflegebedürftig, vor allem wegen der geburtenschwachen Jahrgänge der 1930er Jahre und der stark dezimierten Kriegsgeneration. Schon in den nächsten fünf bis zehn Jahren wird sich das jedoch dramatisch verändern. "Reförmchen" wie die Erschwerung des Zugangs zum Pflegegeld werden da nicht reichen. Abgesehen davon, dass solche Maßnahmen für die Betroffenen und deren Angehörigen ungerecht sind", ist Karas überzeugt.

Der Hilfswerk-Präsident sorgt sich auch um die geplante - und längst fällige - Reform der Pflegeberufe. Alles, was bisher bekannt geworden ist, ist nur auf den Spitalsbereich zugeschnitten, während der immer stärker wachsende Bereich der Langzeitpflege offenbar eher als Randerscheinung betrachtet wird", so Karas weiter.

"Es ist höchste Zeit für eine Pflegekonferenz, ein Jahr der großen Pflegereform, um rasch und gemeinsam eine Gesamtstrategie zu entwickeln, damit Österreich für die bevorstehenden Jahre mit einem starken Anstieg der Anzahl der pflegebedürftigen Menschen vorbereitet ist", fordert Karas. "Dazu gehört es, um jede Pflegerin und jeden Pfleger zu kämpfen, die bereits heute in diesem Beruf arbeiten und um neue Arbeitskräfte dafür zu gewinnen", so Karas abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/403/aom

apa.at

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