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APA-Artikel 2. Jänner 2015

Spitalsärzte - Tilak führt Gespräche mit einzelnen Kliniken

Im Konflikt über die Ärzte-Arbeitszeiten in den Spitälern führen die Verantwortlichen des Tiroler Krankenanstaltenbetreibers Tilak zu Jahresbeginn Gespräche mit den einzelnen Kliniken, um den jeweiligen Status zu erheben. Diese sollen bis Mitte Jänner abgeschlossen sein, sagte Tilak-Sprecher Johannes Schwamberger der APA am Freitag.

Dann soll feststehen, wo welcher Bedarf durch das neue Arbeitszeitgesetz besteht bzw. wie viele Mediziner sich bereit erklären, länger als die in der neuen Regelung vorgesehenen 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Mitte Jänner werde man auch abschätzen können, wie sich die Einigung der Medizinischen Universität mit dem wissenschaftlichen Personal auf den Krankenbetrieb auswirken werde, erklärte Schwamberger. Die Med-Uni hatte sich Anfang Dezember mit dem Betriebsrat über die verlängerten Dienste und die stufenweise Reduktion der Ärztearbeitszeit geeinigt. Die Vereinbarung sehe unter anderem vor, dass neben einem Wochentag für Forschung und Lehre auch Wahlmodelle mit Freizeitabgeltung für Nachtdienste möglich sind, hieß es damals.

Wie viele Mediziner tatsächlich bereit sein werden, mehr als die im neu geltenden Arbeitszeitgesetz vorgesehenen 48 Stunden zu arbeiten, konnte der Tilak-Sprecher nicht abschätzen. Die Zahl soll aber Mitte bis Ende Jänner am Tisch liegen. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) hatte vor den Feiertagen zu einem Runden Tisch geladen, mit dem Ergebnis, dass eine Arbeitsgruppe bis Juni die sich aus dem neuen Arbeitszeitgesetz ergebenden Problemfelder erarbeiten soll. Gleichzeitig appellierte Tilg, die sogenannte "Opt-out"-Regelung durch Abschluss von Betriebsvereinbarungen grundsätzlich zu öffnen und damit den Ärzten die Einzelentscheidung für eine Übergangsregelung zu ermöglichen.

apa.at

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