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APA-Artikel 27. Dezember 2014

Spitalsärzte - Neue Verhandlungsrunde im AKH

Im Wiener AKH ist auch verhandlungstechnisch von Feiertagsruhe wenig zu spüren. Heute, Montag, Nachmittag, findet eine weitere Gesprächsrunde zwischen Ärzten und dem Rektorat der für die AKH-Mediziner zuständigen MedUni statt. Thema: Die künftige Arbeitszeit-Regelung. Ob es zu einer Einigung kommt, ist offen, wie AKH-Betriebsratschef Andreas Martin im APA-Gespräch betonte.

Die Verhandlungen sollen bis zum frühen Abend dauern. Sie sind jedenfalls die letzten vor dem Wirksamwerden der neuen Regelung. Denn mit 1. Jänner 2015 tritt das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte in Kraft, das eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit von 60 auf 48 Stunden (in einem Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen, Anm.) vorsieht.

Da Nachtdienste und Überstunden wegfallen, werden Gehaltseinbußen befürchtet. Einer Erhöhung der Grundgehälter stehen jedoch angespannte Uni-Budgets gegenüber. Aber es besteht auch die Sorge, dass Dienste nicht mehr besetzt werden können. Schon im November waren nach einer Betriebsversammlung am AKH jedenfalls auch Kampfmaßnahmen nicht gänzlich ausgeschlossen worden.

Möglich ist theoretisch auch eine stufenweise Schrumpfung der Arbeitsstunden. Dazu muss allerdings jeder Arzt eine eigene Opt-Out-Vereinbarung unterschreiben. Klinikchefs im AKH hatten vor kurzem jedoch beklagt, dass der Zuspruch dazu in den diversen Kliniken höchst unterschiedlich ausfällt. Eine "sinnvolle Dienstplangestaltung" im kommenden Jahr sei auch dadurch schwer möglich, hieß es.

apa.at

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