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APA-Artikel 17. Dezember 2014

Bundesrat will Deklarationspflicht für Nanomaterialien in Kosmetika

Der Bundesrat will den Aktionsplan für die sichere Nutzung synthetischer Nanomaterialien bis Ende 2019 weiterführen. Geplant ist unter anderem, dass Nanomaterialien in Lebensmitteln und Kosmetika deklariert werden müssen. In der EU ist dies bereits der Fall.

Kleinste Stoffteilchen, sogenannte Nanomaterialien, werden immer öfter in alltäglichen Produkten eingesetzt, etwa in Sonnencremen, Textilien, Nahrungsmitteln, Farben und Lacken. Mit dem 2008 gestarteten Aktionsplan sollen die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Nanomaterialien festgelegt werden und mögliche Risiken für Mensch und Umwelt erforscht. Zudem soll der Bevölkerung, etwa über die Seite www.infonano.ch, der Zugang zu Wissen zum Thema ermöglicht werden.

Um die Arbeiten in diesen Bereichen weiterzuführen, will der Bundesrat nun den nächstes Jahr auslaufenden Aktionsplan bis 2019 verlängern. Gemäss einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht stehen mehrere Aufgaben an. So müssen Testmethoden und Beurteilungsverfahren für die Risikobeurteilung erarbeitet werden. Geprüft werden sollen auch Anpassungen von rechtlichen Bestimmungen.

Unter anderem sollen synthetische Nanomaterialien dem bestehenden Anmeldeverfahren für neue Chemikalien unterstellt werden. Weiter ist ein Meldeverfahren für Betriebe geplant, die Nanomaterialien herstellen oder weiterverarbeiten, um einen Überblick über die Einsatzgebiete von Nanomaterialien zu erhalten.

"Damit wird es möglich, den Risiken für Arbeitnehmende, Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung mit geeigneten Massnahmen zu begegnen", schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Zudem sei eine Deklarationspflicht für Lebensmittel und Kosmetika vorgesehen.

apa.at

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