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APA-Artikel 17. Dezember 2014

Präventionsgesetz: Krankheiten vermeiden, bevor sie entstehen

Das Kabinett hat in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten das Präventionsgesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gebilligt. Eckpunkte des Entwurfs:

- Die Leistungen der Krankenkassen zur Prävention und Gesundheitsförderung sollen mehr als verdoppelt werden: von derzeit 3,09 Euro auf 7 Euro pro Versicherten. Zusammen mit den Leistungen der Pflegekassen sind das künftig jährlich gut eine halbe Milliarde Euro.

- Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden weiterentwickelt. Eltern sollen sich vor der Erstaufnahme ihres Kindes in die Kita von einem Arzt in Fragen des Impfschutzes beraten lassen.

- Schichtarbeiter oder pflegende Angehörige sollen Angebote leichter in Anspruch nehmen können. Um die Anreize hier zu stärken, soll die Obergrenze des täglichen Kassenzuschusses von 13 auf 16 Euro für Versicherte sowie von 21 auf 25 Euro für chronisch kranke Kleinkinder erhöht werden.

- Die Zusammenarbeit der Akteure soll ausgebaut werden. Neben der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung wird erstmals auch die Pflegeversicherung in die Prävention eingebunden.

- Zur besseren Abstimmung der Maßnahmen definiert eine Nationale Präventionskonferenz Ziele und verständigt sich auf ein gemeinsames Vorgehen. In dem Gremium sind die Sozialversicherungsträger, Bund, Länder, Kommunale Spitzenverbände sowie Sozialpartner vertreten.

- Private Kranken- und Pflegeversicherung erhalten bei entsprechendem finanziellen Einsatz die Möglichkeit, sich an der Präventionskonferenz zu beteiligen.

apa.at

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