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APA-Artikel 12. Dezember 2014

D: Mordverdacht an Kliniken: Patientensicherheit soll verbessert werden

Nach den vermuteten Klinik-Mordfällen in Niedersachsen strebt die Landesregierung gemeinsam mit anderen Bundesländern eine Stärkung der Patientensicherheit an. "Das Interesse der anderen Bundesländer ist enorm", sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Freitag in Hannover. Ende März 2015 will sie eine Bestandsaufnahme vorlegen, bei der mögliche Schwachstellen und Problemzonen im bisherigen System ausgelotet werden sollen. Dabei geht es auch um eine anonymes Meldesystem, das nur wenig bekannt ist. In Oldenburg steht zurzeit ein Krankenpfleger wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs vor Gericht.

Das Klinikum Oldenburg will die Angehörigen von zwölf möglicherweise von dem Mann getöteten Patienten entschädigen. Geschäftsführer Dirk Tenzer sagte der "Nordwest-Zeitung" (Freitag), nächstes Jahr werde das Geld unabhängig von den laufenden Ermittlungen ausgezahlt. Die Höhe der Zahlungen sei noch unklar. "Wir möchten eben nicht das Ermittlungsverfahren oder langwierige Gerichtsprozesse abwarten, sondern wir wollen uns möglichst zügig mit Angehörigen über einen Weg verständigen", so Tenzer. Der Pfleger steht bisher wegen der Taten am Klinikum Delmenhorst vor Gericht. Er wird aber verdächtigt, auch an seinem vorherigen Arbeitsplatz in Oldenburg getötet zu haben.

apa.at

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