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APA-Artikel 11. Dezember 2014

HCB - AGES 2 - "Haben zuständige Lebensmittelaufsicht informiert"

Die AGES, die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, hat nach dem Feststellen von Grenzwert-Überschreitungen bei Milchproben aus dem Görtschitztal die zuständigen Behörden informiert. Das erklärte AGES-Sprecher Roland Achatz am Donnerstag gegenüber der APA. Was die AGES laut Achatz nicht kann, ist selbst mit Warnungen an die Öffentlichkeit gehen, dafür fehlt die gesetzliche Grundlage.

Wenn Lebensmittelproben von einem Bundesland an die Agentur geschickt werden, erhält die Behörde die Ergebnisse und im Falle von Belastungen auch ein entsprechendes Gutachten. Achatz: "Wenn private Untersuchungen, etwa von einer Molkerei, bei uns in Auftrag gegeben werden, gehen die Resultate an den Auftraggeber. Wenn wir allerdings etwas finden, wie etwa HCB in der Rohmilch, wird die zuständige Behörde informiert, in diesem Falle die Lebensmittelaufsicht in Kärnten." Die AGES sei keine Behörde, daher könne sie von sich aus nicht aktiv werden. "Wir dürfen auch nicht selbst Proben ziehen", betonte Achatz.

Achatz verteidigte auch die Aussage der Agentur zum Thema HCB, wonach bei den routinemäßigen Untersuchungen in den vergangenen Jahren keine auffälligen Befunde festgestellt worden seien. Es handle sich dabei um die Bewertung der regelmäßigen Untersuchungen, die Kärntner Milch- und Milchprodukte seien hingegen sogenannte Verdachtsproben gewesen.

"Erschüttert" zeigte sich Greenpeace darüber, dass die AGES die HCB-Grenzwertüberschreitungen in Milchprodukten festgestellt, aber nicht veröffentlicht habe. "Dieser Vertuschungsversuch ist inakzeptabel", so Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit in einer Aussendung. Er forderte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) auf, sofort Untersuchungen einzuleiten, um aufzuklären, wer dafür verantwortlich sei und sofort Konsequenzen zu ziehen.

Kritik kam auch von Wolfgang Pirklhuber von den Grünen. Es sei unverständlich, warum der entsprechende Notfallplan nach Feststellung der erhöhten HCB-Werte nicht sofort aktiviert worden sei. Die Gesundheitsministerin habe einen Notfallplan zu erstellen, der Maßnahmen enthalte, die unverzüglich durchzuführen seien, wenn eine Ware ein ernstes Risiko für die Gesundheit des Verbrauchers darstelle.

apa.at

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