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APA-Artikel 10. Dezember 2014

Medizinstudium: Kammer warnt vor Ärztemangel

Die Ärztekammer sieht sich durch die Befragung ausländischer Medizin-Absolventen an österreichischen Unis in ihren Warnungen vor einem drohenden Ärztemangel bestätigt. Für Präsident Thomas Szekeres ist es ein "alarmierendes Zeichen", dass der überwiegende Teil ausländischer Absolventen nicht in Österreich bleibe, hieß es in einer Aussendung.

Die Gründe ortet Szekeres vor allem in der mangelhaften postpromotionellen Ausbildung, fehlenden Karrieremodellen sowie einer "Überbürokratie" in Österreich. Dementsprechend brauche es einen raschen Abbau von Bürokratie in den Spitälern durch eine flächendeckende Einführung von Administrationsassistenten, attraktivere Arbeitszeitmodelle für Spitalsärzte sowie moderne und leistungsgerechte Honorarkataloge für die niedergelassenen Ärzte.

FPÖ-Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck verlangt die sofortige Verankerung des Herkunftslandsprinzips, wonach nur jene Studenten in Österreich studieren dürfen, die auch in ihrem Heimatstaat einen Studienplatz nachweisen können. Außerdem müsse es unverzügliche Ausgleichszahlungen der EU für den "Überhang" ausländischer Studenten geben sowie die Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich attraktiver werden - so sollten Ärzte andere Ärzte anstellen dürfen und "echte" Ärzte-GesmbHs eingerichtet werden können. Bei einem "Runden Tisch" müsse ein "Notfallplan" ausgearbeitet werden.

apa.at

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