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APA-Artikel 4. Dezember 2014

Spitalsärzte - Kärntner Mediziner boykottierten Verhandlungsrunde

Im Streit zwischen dem Land Kärnten und den Spitalsärzten um die Erhöhung der Grundgehälter der Mediziner an den Spitälern des Landeskrankenanstalten-Trägers Kabeg hat es bei einer Verhandlungsrunde am Mittwoch keine Annäherung gegeben. Die Ärztevertreter blieben der Sitzung überhaupt fern. Sie fordern um 30 Prozent höhere Grundgehälter, das Land bietet 15 Prozent.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht über das Fernbleiben der Ärzte. Bereits im Vorfeld der Verhandlungsrunde hatten die Mediziner allerdings beklagt, dass bei diesem Zusammentreffen - anders als bei vorhergegangenen Treffen - kein Vertreter der Ärztekammer eingeladen gewesen war. Kritik war im Vorfeld etwa vom Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer, gekommen, der in der Einladungspolitik des Landes "eine Flucht aus der moralischen Pflicht, jene Organisation als Gesprächspartner zu akzeptieren, der alle Spitalsärztinnen und Spitalsärzte angehören" sah.

"Nichtsdestotrotz bleibt unsere Hand ausgestreckt. Die angebotenen 13,5 Millionen Euro, 11,7 Millionen davon gehen direkt in die Ärztegehälter, sind das äußerste Limit", erklärte Kaiser. Er kündigte auch an, bis Jänner kommenden Jahres ein neues Gehaltsschema für Spitalsärzte erarbeiten zu lassen. Am Freitag findet eine Sondersitzung des Kabeg-Aufsichtsrates zum Thema Ärztegehälter statt.

Wegen einer gesetzlichen Verkürzung der maximalen Wochenarbeitszeit von Ärzten auf 48 Stunden fürchten die Spitalsärzte massive Einkommenseinbußen, weil die Grundgehälter bisher vergleichsweise niedrig waren und ein großer Anteil des Geldes mit Überstunden und Zulangen verdient wurde. Die Kärntner Spitalsärzte fordern deshalb eine Erhöhung der Grundgehälter um 30 Prozent. Bereits vor einigen Woche beteiligten sich 500 Ärzte an einer Demonstration in Klagenfurt.

apa.at

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