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APA-Artikel 3. Dezember 2014

Spitäler: Personalbedarf kann mit Inländern nicht gedeckt werden

Der Personalbedarf des Gesundheitswesens kann mit Inländerinnen und Inländern nicht gedeckt werden, obwohl rund 1,1 Millionen der 15- bis 64-Jährigen in der Schweiz keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Das stellt der Spitalverband H+ aufgrund eigener Schätzungen fest.

Der Verband stellte seine Berechnung in einem Gastbeitrag in der "Schweizerischen Ärztezeitung" vor. Demnach könnten aus den nicht erwerbstätigen Menschen etwa 1500 bis höchstens 3000 Personen für die Arbeit in Spitälern, Kliniken und Pflegeheimen gewonnen werden.

Ernüchternd sei, dass dieses schlummernde Potenzial lediglich ein einziges Mal ausgeschöpft werden könne. Zudem decke es nicht einmal ein Drittel der Zahl der in einem Jahr benötigten Fachkräfte, schreibt H+. Die Branche sei darum "weiterhin auf eine ungehinderte Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte angewiesen."

In seinen Berechnungen und gestützt auf Zahlen des Bundesamtes für Statistik ging H+ von einem Bruttopotenzial von 1,1 Millionen Menschen im Erwerbsalter und ohne Arbeitsstelle aus. Berücksichtigt man nur die 25- bis 54-Jährigen und die nötige Ausbildungsstufe, reduziert sich das Potenzial auf noch 371'000 Personen.

H+ geht weiter davon aus, dass im Mittel eine von 25 erwerbstätigen Personen im Gesundheitssektor arbeitet. Das senkt das Potenzial für die Rekrutierung auf noch 14'840 Personen. Von ihnen wären noch 10 bis höchstens 20 Prozent effektiv für die Arbeit in Spitälern, Kliniken oder Heimen zu gewinnen, schätzt H+.

Dafür massgebend seien sechs Kriterien: Die Personen eignen sich nicht für diese Arbeiten oder sind aus gesundheitlichen Gründen nicht einsetzbar, sind wegen einer Weiterbildung nicht verfügbar, wollen auf eine Erwerbsarbeit verzichten, machen Kinderpause - oder sie sind Gesundheitsfachleute, die sich anders orientieren wollen.

apa.at

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