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APA-Artikel 1. Dezember 2014

FP-Lasar: Wer bei Ärzten kürzt, gefährdet die Patienten!

Seit Jahren bahnt sich ein akuter Ärztemangel in Wien an. Trotzdem werden keinerlei Gegenmaßnahmen ergriffen. Überall fehlen Ärzte mit Kassenverträgen - alleine in Wien sind es über 300 - und die medizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich entspricht nicht annähernd dem Bedarf. Nun schlagen sogar schon die Notfallmediziner des Wiener AKH Alarm, da eine ordentliche Patientenbetreuung nicht mehr gewährleistet werden kann, kritisiert der FPÖ-Stadtrat David Lasar vorm dem Hintergrund der heutigen Zeitungsmeldungen.

Die Versorgung der Wienerinnen und Wiener durch das AKH darf keinesfalls dem Sparstift zum Opfer fallen. Wenn Ärzte einer dem Gesetz entsprechenden Arbeitszeit von 48 Stunden nachgehen sollen, dann muss auch gewährleistet sein, dass die Arbeitsbedingungen generell wieder aufgewertet werden. Denn derzeit sind die Wartelisten für Turnusärzte leer. Niemand möchte unter derart miserablen Arbeitsbedingungen arbeiten. Derzeit haben die Spitalsärzte zumeist ein relativ geringes Grundgehalt und verdienen erst durch Überstunden bzw. Nachdienstzulagen mehr. Mit den kürzeren Dienstzeiten verlieren sie auch Zulagen und kommen somit auf ein geringeres Gehalt. Es muss ein Gehalt wie in vergleichbaren anderen Ländern gezahlt werden, damit die Ärzte nicht dorthin abwandern.

Nicht zuletzt kommt es aber durch den Personalmangel auch in den Ambulanzen zu unmenschlichen Wartezeiten, weil es viel zu wenige Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger gibt. Es muss daher dringend erhoben werden, wie viel Personal überhaupt fehlt. "Wer bei den Ärzten kürzt, der kürzt in Wahrheit bei den Patienten", so FP-Stadtrat David Lasar abschließend. (Schluss)paw

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/85/aom

apa.at

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