zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 20. November 2014

Fortpflanzungsmedizin: ÖVP-Klub startet breite Debatte

Im ÖVP-Klub hat man sich noch nicht festgelegt, wie man mit der geplanten Liberalisierung der Fortpflanzungsmedizin umgehen will. Auf Anfrage der APA erklärte Klubchef Reinhold Lopatka Donnerstagvormittag, man werde in der kommenden Woche eine breite Diskussion unter Einbeziehung von Experten starten.

Zuletzt war über die "Presse" bekannt geworden, dass es im ÖVP-Klub Widerstände gegen die Vorlage von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) gibt. So erklärte etwa Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg, aus heutiger Sicht nicht zustimmen zu wollen.

Lopatka selbst hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Er will das Thema nun schon möglichst früh im Klub zu diskutieren beginnen. Dann werde man zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen. Dies muss freilich nicht bedeuten, dass alle VP-Mandatare im Gleichklang abstimmen werden. Denn dass die Abstimmung freigegeben werden könnte, wie dies Parteichef Reinhold Mitterlehner angedacht hat, ist für Lopatka vorstellbar.

Die Gesetzesvorlage sieht etwa die Möglichkeit von Samenspenden für lesbische Paare, Eizellenspenden sowie in bestimmten Fällen von Präimplantationsdiagnostik (Untersuchung der befruchteten Eizelle vor Einpflanzung) vor.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben