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APA-Artikel 17. November 2014

Fortpflanzungsmedizin - Brandstetter steht zu Gesetzesentwurf

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) hat am Montag den gemeinsam mit Koalitionspartner SPÖ erstellten Entwurf für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz verteidigt. "Wir haben einen Konsens gefunden, zu dem ich persönlich zu 100 Prozent stehe", sagte er in einer Pressekonferenz.

Der kritische Blickwinkel von Familienbischof Klaus Küng sei zu respektieren. Es sei dies aber ein anderer als jener eines Ministers. Er habe sich um einen Entwurf bemüht, der konsensfähig und gesellschaftlich akzeptiert sei, aber auch den Anforderungen der Höchstgerichte entspreche. Positiv hob er in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) hervor.

Brandstetter betonte, dass er bereits mit Küng gesprochen habe und auch weiter für Verständnis werben wolle. Angesichts der Kritik von beiden Seiten sehe es so aus, als hätte man eine gesunde Mitte gefunden, meinte er.

Von katholischer Seite kam am Montag weitere Kritik. "Ich ersuche unsere Politiker, Jugendliche zu fragen, ob sie es für sich selbst wünschen würden, das Produkt von fremden Ei- und Samenzellen zu sein", so Jugendbischof Stephan Turnovszky in einer Aussendung.

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) scheint indes auch für weitere Liberalisierungen aufgeschlossen. Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" meinte sie (offenbar zum Thema Samenspende auch für Single-Frauen), dass der derzeitige "gute Kompromiss" nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeißelt sei. Die Grünen freuten sich darüber, die Freiheitlichen sahen dagegen die "Büchse der Pandora" geöffnet.

apa.at

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