zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 17. November 2014

Spitalsärzte - Vbg. Ärztekammer empfiehlt befristetes "Opt-Out"

Die Vorarlberger Ärztekammer empfiehlt den Spitalsärzten im Ländle, befristet aus der EU-Vorgabe zu optieren. Das berichteten am Samstag die "Vorarlberger Nachrichten" und "Der Standard". Hermann Blaßnig als Sprecher der Spitalsärzte erklärte, diese Maßnahme verschaffe den Krankenhausträgern genügend Zeit für die erforderlichen Strukturveränderungen.

"Die Kammer ist bereit, mit den Spitalsträgern eine gute Lösung zu finden", sagte Blaßnig gegenüber den "VN". Es liege auch den Ärzten daran, die Patientenversorgung in der derzeitigen Qualität zu gewährleisten. Vom neuen Arbeitszeitgesetz sind in Vorarlberg rund 700 Mediziner betroffen, die Ärztekammer hat laut Blaßnig bereits ein Formular zur Unterschrift vorbereitet, das die mit 30. September 2015 angelegte Befristung enthält. Ärzte, die sich nicht explizit äußern, dürfen ab Jänner 2015 nur noch 48 Stunden Dienst pro Woche machen.

Im Zeitraum der Befristung gilt es die künftige Abgeltung von Überstunden und Journaldiensten neu zu verhandeln. Diesbezüglich habe die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) konkurrenzfähige Lösungen zugesichert, sagte Blaßnig. Außerdem wolle die KHBG bis Ende April 2015 neue Dienstmodelle vorlegen. Er verhehlte nicht, dass die Konsensbereitschaft der Vorarlberger Ärztekammer auch mit der bereits im Vorjahr durchgeführten Gehaltsreform für die Spitalsärzte zusammenhänge.

Das neue Spitalsarbeitszeitgesetz wird in Österreich in Etappen eingeführt. Ärzte, die hinaus optieren, können bis 2017 noch 60, von 2018 bis 2021 noch 55 Wochenstunden arbeiten. Danach gilt für alle die 48-Stunden-Regelung. Für die Krankenhäuser in Vorarlberg bedeutet das einen Mehrbedarf von 80 bis 100 Ärzten.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben