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APA-Artikel 14. November 2014

Spitalsärzte - Länder wollen sich inhaltlich austauschen

Bei der Konferenz der Gesundheitsreferenten in Pamhagen wurde am Freitag auch über das Thema Spitalsärzte gesprochen. Die Länder hätten sich darauf verständigt, sich inhaltlich auszutauschen, um österreichweit eine "relativ einheitliche Vorgangsweise" für Gehaltsverhandlungen, bei der Entlohnung und den Arbeitsbedingungen in den Spitälern herzustellen, so Kärntens Landesrätin Beate Prettner (SPÖ).

Es gelte allerdings, beispielsweise unterschiedliche Lohnschemata und die unterschiedliche Situation in den Bundesländern zu berücksichtigen, erklärte die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Ein Austausch sei wichtig, auch wenn die Gesundheitsreferenten in der Regel nicht fürs Personal zuständig seien und deshalb auch nicht die Gehaltsverhandlungen führen würden.

In Wien sei man derzeit "in der Analysephase": Produktive Arbeitszeit unter Tags sei gegenüber der Anwesenheit in der Nacht deutlich unterbewertet, dies sei historisch gewachsen. Anwesenheit würde verhältnismäßig über- und produktive Arbeitszeit unterbezahlt, meinte Wehsely. Nun gehe es darum, mehr produktive Zeit für die Ärzte zu schaffen, dafür aber weniger Anwesenheit. Hier könne man nicht alle Fächer über einen Kamm scheren, sondern müsse sachgerechte Lösungen suchen. "Wir sind hier in guten Gesprächen."

In Kärnten verhandle man derzeit sehr intensiv mit den Betriebsräten der Kabeg-Spitäler und der Ärzteschaft, sagte Prettner: "Wir gehen davon aus, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen." In Kärnten und in Wien fordern Spitalsärzte bzw. Ärztekammer 30 Prozent mehr Grundgehalt.

In Salzburg sei man dabei, ein Gehaltssystem Neu zu schaffen, erklärte der für das Gesundheitsressort und fürs Personal zuständige Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl (ÖVP). Im Burgenland mit seiner fast ausschließlich ländlichen Struktur müsse man vernünftige Rahmenbedingungen schaffen, damit Ärzte nicht nur ins Land kommen, sondern auch hier blieben, sagte Landesrat Peter Rezar (SPÖ). Nach "sehr fruchtbringenden Gesprächen" in der KRAGES mit der Ärztekammer werde er am Montag mit dem Ärztekammerpräsidenten des neue Modell vorstellen.

apa.at

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