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APA-Artikel 13. November 2014

Oberhauser: Diabetes ist ernstzunehmende Erkrankung!

Der Welt-Diabetestag am 14. November ruft einmal mehr in Erinnerung, dass Diabetes zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten unserer Gesellschaft gehört. In Europa sind rund 32 Millionen Erwachsene von der Krankheit betroffen - Tendenz steigend. "Diabetes ist eine ernstzunehmende Erkrankung! Durch eine gesunde Lebensweise und durch die Verbesserung der Lebensqualität kann das Risiko einer Erkrankung durch Diabetes Typ-2 begrenzt werden. Daher setzen die zehn Rahmengesundheitsziele dort an, wo positiv auf die Erhaltung und Entwicklung der Gesundheit der Bevölkerung nach dem Prinzip 'Health in all Policies' eingewirkt werden kann", informiert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

"Das Bundesministerium für Gesundheit hat nicht nur einen Nationalen Aktionsplan Ernährung und einen Nationalen Aktionsplan Bewegung erarbeitet, es bietet auch zahlreiche Broschüren mit Ernährungstipps für Jung und Alt kostenfrei an", so Oberhauser weiter.

Wie aus dem Diabetesbericht 2013 des Bundesministeriums für Gesundheit hervorgeht, leiden in Österreich derzeit etwa 600.000 Personen an Diabetes, immer häufiger sind davon jüngere Menschen betroffen. Es werden zwei Arten von Diabetes unterschieden: Typ-1 kommt eher selten vor und ist zumeist erblich bedingt oder durch eine Erkrankung verursacht, aber durch entsprechende Therapieeinstellung und Selbstmanagement gut einstellbar. Bei Diabetes Mellitus Typ-2, an dem etwa 80 Prozent der Erkrankten leiden, tragen genetische Faktoren zur Entwicklung bei, die durch falsche Ernährung sowie Bewegungsmangel und Rauchen begünstigt wird.

Diabetes darf nicht unterschätzt werden: Zu Beginn der Erkrankung sind die Betroffenen lange Zeit beschwerdefrei, was die Krankheit harmlos erscheinen lässt. Wird Diabetes nicht behandelt, kann dies ernste Folgen wie Herzinfarkt, Nierenschäden oder den Verlust der Sehkraft haben. Bei früher Erkennung der Krankheit sind die Chancen sehr groß, ein normales und beschwerdefreies Leben zu führen. Eine Heilung gibt es zwar nicht, aber durch einen gesunden Lebensstil lässt sich im Frühstadium der Blutzucker relativ leicht normalisieren.

Chronische Krankheiten zählen europaweit zu den großen gesundheitspolitischen Herausforderungen. Eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung der Expertinnen und Experten in Europa soll die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter ausbauen und Best-Practice-Beispiele im Umgang mit chronischen Krankheiten, unter anderem Diabetes Mellitus Typ-2 erarbeiten. "Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Gesundheit Österreich GmbH damit beauftragt, am EU-Projekt 'JA-CHRODIS' mitzuarbeiten. Die Ergebnisse des Projektes sollen helfen, Prävention, Früherkennung und Behandlung von chronischen Krankheiten in Österreich weiter zu verbessern und damit die Lebensqualität chronisch Kranker zu steigern", ist Ministerin Oberhauser überzeugt.

JA-CHRODIS - Joint Action on Chronic Diseases and Healthy Ageing across the Life Cycle - ist ein von der Europäischen Union unterstütztes Projekt, das im Jänner 2014 startete und bis 2017 läuft. Mehr als 60 Organisationen aus 26 Mitgliedsländern erfassen und evaluieren Best-Practice-Beispiele zu Prävention, Früherkennung und Behandlung von chronischen Krankheiten und erarbeiten Maßnahmen, wie diese auf lokaler und regionaler Ebene bestmöglich umgesetzt werden können. In die Behandlung chronischer Krankheiten fließen etwa 70 bis 80 Prozent der Gesundheitsbudgets in Europa. Mehr dazu unter: www.chrodis.eu

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/52/aom

apa.at

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