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APA-Artikel 3. November 2014

Zuwendungsmedizin - Auch Opposition und Ärzte dafür

Mit Kritik haben am Sonntag FPÖ und Grüne auf den Auftritt von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in der ORF-"Pressestunde" reagiert. Unter SPÖ-Ministern sei die Zwei-Klassen-Medizin in Österreich im Vormarsch, hieß es in einer FP-Aussendung. Unterstützung wegen ihres Appells für mehr Zuwendungsmedizin erhielt Oberhauser von der Wiener Ärztekammer und dem Team Stronach.

"Ärztemangel, zu wenige Kassenverträge und die bevorstehende Arbeitszeitregelung für Ärzte werden die Versorgungsqualität für die Österreichischen Patienten nach unten korrigieren", warnte FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Zwar moderiere Oberhauser die Probleme im Gesundheitssystem charmanter als ihr "unbedarfter Vorgänger" Alois Stöger. Lösungen biete aber auch sie nicht an. Alles laufe darauf hinaus, dass die optimale und zeitnahe medizinische Versorgung nur mehr für finanzstarke Patienten zugänglich sein werde.

Ein zu niedriges Reformtempo kritisierte die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein. Erfreulich sei die Klarheit Oberhausers beim Nichtraucherschutz, beschämend hingegen das bisherige Engagement Österreichs in Bezug auf dringend notwendige humanitäre Ebola-Hilfeleistungen.

Dass Oberhauser die Notwendigkeit von mehr Zeit und Zuwendung seitens des Arztes richtig erkannt habe, gestand Team-Stronach-Gesundheitssprecher Marcus Franz zu. Der sozialdemokratische Wiener Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres begrüßte per Aussendung das Vorhaben, dem Patientengespräch mehr Zeit und Bedeutung einzuräumen.

Seitens der SPÖ meldete sich auch Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner zu Wort. Sie freute sich über die deutlichen Worte Oberhausers in Sachen Abtreibung im Spital. "Schwangerschaftsabbrüche sollten in allen Bundesländern in öffentlichen Krankenhäusern möglich sein, und das muss mit den Ländern auch so diskutiert werden."

apa.at

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