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APA-Artikel 30. Oktober 2014

Oö. Spitalsreform - LH Pühringer sieht Projekt auf gutem Weg

Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) sieht die 2011 gestartete zweite oberösterreichische Spitalsreform auf einem guten Weg. Demnach sei nach einem Drittel des Umsetzungszeitraumes (per Ende 2013) mehr als die Hälfte der Maßnahmen umgesetzt. Dabei gebe es aber keine Einbußen bei der Qualität ist er sich sicher.

Laut dem Bericht einer Evaluierungskommission sind sowohl die Krankenhaushäufigkeit als auch die Belagstage pro 1.000 Einwohner zuletzt weiter reduziert worden. Allerdings würden diese Kennzahlen noch immer über dem Bundesdurchschnitt liegen. Damit gebe es nach wie vor ein erhebliches Verbesserungspotenzial. Das liege vor allem darin, vollstationäre Leistungen noch mehr als bisher durch tagesklinische Aufnahmen zu ersetzen.

Gesundheitsreferent Pühringer berichtete, dass es Gespräche mit der Gebietskrankenkasse gebe, das niederschwellige Angebot auszubauen. Denn das derzeit starke dezentrale Angebot der Spitäler bewirke, dass diese bevorzugt aufgesucht werden. Als Beispiel nannte er: In einer Region, in der ein Krankenhaus über eine Kieferheilkunde verfügt, würden an der dortigen Bevölkerung mehr Eingriffe als anderswo gemacht.

Die Reform hat finanzielle Gründe. Aktuell ergebe sich für 2013 eine Kostendämpfung von rund 190 Millionen Euro. Über die Jahre seit dem Start zusammengerechnet seien das bis zum Abschluss 2020 aus derzeitiger Sicht 2,2 Milliarden Euro. Das Geld werde für die Modernisierung der Häuser und ihrer Ausstattung sowie in die medizinische Fakultät in Linz investiert. Die Patientenzufriedenheit, die parallel in Umfragen erhoben wird, liege auf weiterhin hohem Niveau. Zuletzt waren 82 zufrieden, der Spitzenwert ist im Jänner 2011 mit 88 Prozent erreicht worden.

Pühringer wies die am Donnerstag geäußerte Kritik von Ärzten an der Spitalsreform im Zusammenhang mit der Pathologiestruktur in Oberösterreich zurück. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Gewebeproben aus dem Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKh) auf dem Postweg zur Auswertung in einem Labor in Deutschland verloren gegangen sind. Sie wurden deshalb zur Befundung versandt, weil das entsprechende Team im AKh personell geschrumpft war. Pühringer wünscht sich jetzt eine oberösterreichische Lösung des Problems.

apa.at

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