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APA-Artikel 30. Oktober 2014

Wiener Tankstellenarzt - Weiterführung durch Dritte denkbar

Geht es nach dem sogenannten "Tankstellenarzt" Dieter Zakel, könnte die Schließung seiner "Dr. ive in"-Ordination in der Krottenbachstraße in Wien-Döbling nur vorübergehend sein. Denn Zakel behält die Marke und das Geschäftslokal, wie er am Donnerstag gegenüber der APA erklärte. Auch wenn er selbst die Ordination derzeit nicht weiterführen könne, würde er sie gerne Dritten zur Verfügung stellen.

"Vielleicht gibt es doch Interessenten, nichts wäre mit lieber. Das wäre auch im Interesse der Patienten", meinte Zakel. Denn das Konzept ist für den Tankstellenarzt ein Erfolg: "Es ist sehr gut gegangen, die Patienten haben es gut angenommen, auch finanziell ist es sich ausgegangen." Allerdings habe er die Praxis alleine nicht - wie vorgesehen - 16 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche offen halten können. Deshalb habe er nach der von vornherein festgesetzten Probephase von drei Monaten wieder geschlossen.

Zakel selbst hat nun aber erst einmal andere Pläne: Neben einer Reise in den Irak stehen längere Aufenthalte in Singapur und Kalifornien auf dem Programm. In den Vereinigten Staaten habe sich das Konzept bereits durchgesetzt - u.a. die Supermarktkette Walmart bietet jederzeit und zum Fixpreis Konsultationen. "In Österreich wird es vielleicht erst in 15 Jahren ankommen, noch ist das System hier nicht bereit", so Zakel.

In der Zwischenzeit muss sich der Tankstellenarzt auch noch mit der Österreichischen Ärztekammer auseinandersetzen: Für den 26. November ist er wegen "ausufernder Werbung" vor die Disziplinarkommission bestellt. Zu diesem Zeitpunkt wird Zakel allerdings bereits im Irak unterwegs sein.

apa.at

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