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APA-Artikel 22. Oktober 2014

GPA-djp-Kampagne für Verbesserungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Mit den Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich setzt sich eine Kampagne der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) auseinander. Gefordert werden Verbesserungen bei Arbeitszeit und -umfeld der Beschäftigten. Über die geplante Erhöhung der Pflegestufen zeigte sich der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch nicht glücklich.

"Gute Arbeit braucht gute Bedingungen" lautet der Übertitel der GPA-Kampagne, die in Betrieben affichiert werden soll. "Arbeitszeit ist Lebenszeit" setzt sich etwa mit der Gestaltung der Dienstpläne auseinander, "Arbeitszeitverkürzung jetzt" mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Mit dem Thema der älteren Beschäftigten im Pflegebereich setzt sich das Sujet "Es zählt die Erfahrung" auseinander, "Es ist genug für alle(s) da" widmet sich der Pflegefinanzierung. Das fünfte Sujet fordert ein attraktives Umfeld für die Arbeitnehmer: "Arbeitsplatz ist Lebensplatz."

Gestaltet wurde die Kampagne teils von ehrenamtlichen Mitarbeiten der IG work@social in der GPA-djp. "Wir versuchen, mit dieser Kampagne Bewusstsein zu schaffen", baut IG-Vorsitzende Selma Schacht auf die gewerkschaftliche Mobilisierungskraft, denn: "So wie wir es uns erwarten, wird es nicht besser, was die Finanzierung betrifft." Ein halbes Jahr nach Kampagnenstart sollen die Inputs der Arbeitnehmer ausgewertet werden, Proyer schließt nicht aus, dass konkrete Vorschläge auch in Kollektivvertragsverhandlungen einfließen könnten.

"Wir werden uns weiter engagieren, dass ausreichend Finanzierung vorhanden ist", machte Proyer auch klar, welche Botschaft an die öffentliche Hand bei der Kampagne mitschwingt. Dass das Sozialministerium, geleitet vom ehemaligen ÖGB-Präsidenten Rudolf Hundstorfer (SPÖ), im Zuge eines Gesetzespakets den Zugang zu den ersten beiden Pflegestufen erschweren will, kritisiert der Gewerkschafter: "Unsere Freude über die Änderung hält sich in Grenzen." Der Zugang für Betroffene werde immer schwieriger, so Proyer.

Um ihre Vorschläge zu untermauern, ließ die Gewerkschaft auch eine Arbeitnehmerin zu Wort kommen. Als Freizeitpädagogin in einer Volksschule beklagte die Frau etwa, dass die Höchstgruppenzahl von 25 Kindern längst nicht Realität sei. Oft werden - etwa bedingt durch Krankenstände von Kolleginnen und Kollegen - rund 30 Kinder in viel zu engen Räumen betreut. Was der Betroffenen wichtig ist: "Wir brauchen viel mehr Ressourcen, mehr Personal und mehr Anerkennung für das, was wir tun."

apa.at

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