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APA-Artikel 20. Oktober 2014

Chefarztpflicht - Hauptverband gegen Abschaffung

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die Forderung der Ärztekammer nach Abschaffung der Chefarztpflicht zurückgewiesen. Für die Versichertengemeinschaft werde durch die Chefarztpflicht ein wesentlicher Beitrag zu einem sorgfältigen und effizienten Einsatz von Beitragsgeldern erbracht, erklärte der Hauptverband am Montagnachmittag in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Von den gut 113 Millionen auf Kosten der Sozialen Krankenversicherung abgegebenen Verordnungen waren im Vorjahr nur rund 3,1 Millionen oder 2,75 Prozent vorab bewilligungspflichtig durch den Chefarzt, teilte der Hauptverband mit. Die Einholung der Bewilligung erfolg dabei durch die Vertragsärzte in der Regel über das elektronische sogenannte ABS-System, wobei dem Patienten keine zusätzlichen Wege entstehen. Heuer wurden laut Hauptverbands-Statistik bisher rund 1,84 Millionen ABS-Anträge binnen 5,74 Minuten beantwortet.

Auch der ecoquest-Umfrage mit den sehr positiven Werten für die Hausärzte widersprach der Hauptverband. Er verwies auf eine GfK-Umfrage vom Mai 2014, wonach die Hausärzte bei der Bevölkerung ein "massives medizinisches Imageproblem" hätten. Demnach gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie bei gesundheitlichen Problemen direkt den Facharzt aufsuchen und weitere sieben Prozent die Ambulanzen. In Wien gehen sogar 54 Prozent gleich zum Facharzt und nur 43 Prozent zum Hausarzt.

apa.at

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