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APA-Artikel 20. Oktober 2014

Peter McDonald - Überzeugter Sozialpartner als Hauptverbands-Chef

"Rot trägt Peter McDonald nur als Haarfarbe. Und schwarz sind nicht nur seine Anzüge." So charakterisiert sich der 41-jährige Oberösterreicher mit irischen Wurzeln, der am Dienstag als Nachfolger des neuen Finanzminister Hans Jörg Schelling zum Vorstandsvorsitzenden im Hauptverband der Sozialversicherungsträger gewählt wird, auf seiner Homepage selbst.

Als seine Leidenschaft nennt der ÖVP-Politiker und überzeugte Sozialpartner: "Österreich besser machen!" Seine Schwerpunkte sind die Wirtschafts- und Gesundheitspolitik. Entscheidend mitverhandelt hat er die derzeit in Umsetzung befindliche Gesundheitsreform. McDonald ist Direktor des ÖVP-Wirtschaftsbundes und war bisher neben Christoph Leitl als geschäftsführender Obmann der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) für 755.000 Menschen und ein jährliches Finanzvolumen von vier Milliarden Euro verantwortlich. Eingeführt hat er in der SVA u.a. ein Bonussystem, in dem der Versicherte Gesundheitsziele mit dem Arzt vereinbart und der Selbstbehalt dann halbiert wird, wenn er diese erreicht.

Das Gesundheitssystem ist nach Ansicht McDonalds teuer und setzt die Mittel zu wenige effizient ein. Seiner Ansicht nach besteht erheblicher Handlungsbedarf, um es fit für die Zukunft zu machen. Er hält mehr Transparenz und mehr Qualitätswettbewerb im Interesse der Patienten für notwendig. Weil Gesundheit seiner Auffassung nach auch eine Frage der Eigenverantwortung jedes Einzelnen ist, würde er im Sinne einer "neuen bürgerlichen Gesundheitspolitik" das SVA-Vorsorgemodell gerne auf andere Träger ausbauen, ist damit aber bisher am Nein des Gesundheitsministeriums gescheitert.

"Verantwortung tragen" ist für McDonald nicht einfach nur ein Wahl-Motto. Er möchte die wirtschafts- und sozialpolitische Zukunft entscheidend mitgestalten. Deshalb kandidierte er im Vorjahr für die ÖVP für den Nationalrat, verpasste den Einzug ins Parlament aber knapp - als möglicher Nachrücker steht er vor dem Hohen Haus quasi ante portas. Gemeinsam mit internationalen Experten entwickelt er unter "Create 32" neue wirtschaftspolitischen Ideen und Visionen für Österreich im Jahr 2032.

Abgesehen von seinem Namen - der Vate ist Ire - hat McDonald durch und durch oberösterreichische Wurzeln. Geboren wurde er am 4. August 1973 in Wels. Er studierte dann in Linz Wirtschaftswissenschaften und war damals schon als Vorsitzender der Hochschülerschaft für 20.000 Studenten verantwortlich. Obwohl auch damals schon eher konservativ orientiert, war er noch nicht mit der ÖVP verbunden, sondern engagierte sich (ebenso wie Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer) in der parteiunabhängigen "Österreichischen Studentenunion".

Der Fußballfan "Mecy" - wie er schon seit Kindesbeinen gerufen wird - spielte in Rutzing bis in seine Zwanziger für den SC Hörsching Fussball in der Landesliga. Heute kickt er nur mehr hobbymäßig, aber immer noch mit der selben Leidenschaft. Inzwischen lebt McDonald schon seit gut zehn Jahren in Wien, die Daumen drückt er aber immer noch für den LASK. Abgesehen von dieser Leidenschaft ist der begeisterte Papa in seiner Freizeit für seine vier Kinder und seine Frau Anna da.

apa.at

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