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APA-Artikel 17. Oktober 2014

Kärntner GKK entließ zwei Zahnärztinnen wegen Unregelmäßigkeiten

Die Kärntner Gebietskrankenkasse hat in den vergangenen Wochen gleich zwei Zahnärztinnen fristlos entlassen. GKK-Direktor Johann Lintner bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Die eine Medizinerin hatte medizinisches Material aus der Kasse in ihre Privatordination "verlegt", die andere im Krankenstand Patienten privat behandelt.

"Das Ganze ist für uns natürlich sehr unangenehm, zumal wir jetzt einen Engpass bei den Ärzten haben und dringend Ersatz suchen", sagte Lintner. Aufgrund der Umstände sei ihm aber keine andere Wahl geblieben. "Wir haben bei der Inventur einen Schwund bei Materialien entdeckt, der 7.000 bis 10.000 Euro beträgt." Diesem Schwund sei man nachgegangen, Aussagen von Mitarbeitern hätten dann darauf gedeutet, dass die Medizinerin tatsächlich medizinisches Gerät mitgenommen habe. Sie habe das auch zugegeben. Die Sache wurde der Justiz übergeben, Ermittlungen sind im Gange.

Im zweiten Fall habe eine GKK-Ärztin sich krankgemeldet, es sei aber aufgeflogen, dass sie in dieser Zeit in ihrer privaten Ordination sehr wohl Patienten behandelt habe. "Grundsätzlich ist die Arbeit in der Privatordination ja nicht verboten, aber wenn sie zu krank ist, um in der Gebietskasse zu arbeiten, dann kann sie nicht zuhause arbeiten", erklärte Lintner.

Bis Ersatz gefunden ist, muss nun improvisiert werden. So wird ein Arzt vom Zahnambulatorium in Villach vorübergehend nach Klagenfurt geholt, um auszuhelfen. "Insgesamt suchen wir eigentlich vier Mediziner", so Lintner. Denn eine weitere Ärztin verlässt das Ambulatorium, weil sie einen Kassenvertrag bekommen hat, eine andere ist schwanger.

apa.at

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