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APA-Artikel 16. Oktober 2014

Neue Ärzteausbildung passierte den Gesundheitsausschuss

Einen wichtigen Schritt zur Attraktivierung des Arztbesuches hat - laut Ministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) - der Gesundheitsausschuss am Mittwoch gesetzt: Mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach wurde die Reform der Ärzteausbildung beschlossen.

Ab Mitte nächsten Jahres sollen die Mediziner nach einem neuen Schema ausgebildet werden: Nach dem Studium neun Monate Basisausbildung zum Erwerb klinischer Grundkompetenzen in Innere Medizin, Chirurgie und Notfallmedizin, danach Entscheidung für allgemein- oder fachärztliche Ausbildung; für Allgemeinmediziner 27 Monate Spitalspraxis plus mindestens sechs Monate Lehrpraxis in einer Ordination, für Fachärzte mindestens 27 Monate Sonderfach-Grundausbildung (abhängig von der Fachrichtung) plus 27 Monate Schwerpunktausbildung.

Mit einem Abänderungsantrag wurden einige Details zur Tätigkeit der Turnusärzte klargestellt: So wird - laut Oberhauser auf Wunsch der Ärztekammer - festgehalten, dass von 25 der 35 Stunden Kernausbildungszeit zwischen 7.00 und 16.00 Uhr zu absolvieren sind.

Die SPÖ-Ministerin und ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger hoffen, dass mit der Reform die Abwanderung von Medizinstudenten ins Ausland gestoppt werden kann. Finanzieren will Oberhauser die neue Ausbildung über einen Fonds, angelehnt an das Vorarlberger Modell.

FPÖ und NEOS haben nicht zugestimmt, weil sie Bedenken hinsichtlich der Finanzierung haben, die FPÖ befürchtet auch längere Wartezeiten auf Ausbildungsplätze.

apa.at

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