zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 15. Oktober 2014

Sterbehilfe: Externes Gutachten entlastet Chefarzt in Vaduz

Nach einem internen entlastet auch ein externes Gutachten den Chefarzt des liechtensteinischen Landesspitals in Vaduz vom Vorwurf der aktiven Sterbehilfe. In die Welt gesetzt hatte die Anschuldigung der stellvertretende Chefarzt, der danach beurlaubt wurde.

Der Fall am Landesspital in Vaduz war Anfang Oktober publik geworden. Das Spital hatte nach Polizeiermittlungen und einer internen Untersuchung mitgeteilt, dass vom stellvertretenden Chefarzt erhobene Vorwürfe der aktiven Sterbehilfe haltlos seien. Chefarzt Fritz Horber wurde vorbehaltlos entlastet.

Nun entlastet den Angeschuldigten auch ein externer Bericht, verfasst vom Schweizer Mediziner Hans Neuenschwander. Der Bericht bestätige, dass keinerlei Hinweise auf eine aktive Sterbehilfe vorlägen, teilte der Stiftungsrat des Spitals am Mittwoch mit. Die Stiftung schreibt von so genannten MDEL-Fällen (Medical Decision about End of Life), die "nach wohlerwogenen Entscheidungsprozessen durchgeführt werden".

Solche Fälle sind laut Angaben des Stiftungsrates keine Sterbehilfe, sondern werden als "best practice" gewertet. In allen Fällen seien palliative Massnahmen gerechtfertigt gewesen, so der Stiftungsrat.

Das externe Gutachten wird den Behörden zur Kenntnis gebracht. Nun werden noch die Ergebnisse eines weiteren Gutachtens erwartet, welches von den Gerichtsbehörden in Auftrag gegeben wurde.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben